Diese von der Interparlamentarischen Union organisierte Konferenz wird im Rahmen der Milleniumsversammlung im Saal der UNO-Vollversammlung abgehalten. Dabei soll der internationalen Zusammenarbeit Nachdruck verliehen und der Bereitschaft der nationalen Parlamente, über die in Genf ansässige Interparlamentarische Union noch enger mit den Institutionen der Vereinten Nationen und den anderen internationalen Foren zusammenzuarbeiten, Ausdruck gegeben werden.
An der Konferenz wird eine Erklärung mit dem Titel «Die parlamentarische Vision der internationalen Zusammenarbeit im dritten Jahrtausend» verabschiedet werden. Sie hat die grossen Herausforderungen zum Thema, die sich der Staatengemeinschaft und der Organisation der Vereinten Nationen im 21. Jahrtausend stellen, sowie die Entwicklung der internationalen Beziehungen und die Rolle, welche den Parlamenten in diesen Bereichen zukommt.
Die Präsidenten und Präsidentinnen der nationalen Parlamente werden diese Erklärung in ihren Reden erläutern. Die Schweiz wird vertreten durch den Nationalratspräsidenten Hanspeter Seiler und den Vizepräsidenten des Ständerates, Anton Cottier. Nationalratspräsident Seiler wird über die Bedeutung der Genfer Konventionen für das humanitäre Völkerrecht sprechen, das von der Schweiz stark mitgestaltet wurde.
An der Konferenz werden rund 150 Parlamentspräsidenten und
-präsidentinnen zugegen sein, darunter die Herren Forni und Poncelet (Frankreich), Thierse (Deutschland), Violante (Italien), Fischer (Österreich), Li Peng (China), Burg (Israel), Seleznev (Russland) und Frau Boothroyd (Grossbritannien).
An der Eröffnungsfeier wird UNO-Generalsekretär Kofi Annan sein Wort an die Konferenz richten. Ebenfalls sprechen wird Mike Moore, der Generaldirektor der Welthandelsorganisation.
Bern, 29.08.2000 Parlamentsdienste