Eine Delegation der Aussenpolitischen Kommission des Ständerates (APK-S) weilt vom 11. bis zum 14. November 2000 für einen offiziellen Besuch in Tschechien. Die Parlamentarierdelegation wird sich zu Gesprächen treffen mit Mitgliedern des Parlaments und Vertretern der Regierung und verschiedener Gesellschaftsgruppierungen.

Einen Schwerpunkt der Gespräche bilden die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Tschechien im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. Weiter möchte sich die Delegation an Ort und Stelle über die Situation der Tschechischen Republik informieren. Das Land hat seit dem Fall des Eisernen Vorhangs tiefgreifende Reformen in allen Lebensbereichen durchgeführt. Seit März 1999 gehört Tschechien der NATO an, als nächstes Ziel wird der Beitritt zur Europäischen Union angestrebt. Die Delegation wird sich auch einen direkten Eindruck verschaffen können von den dieses Wochenende durchgeführten Teilerneuerungswahlen des Senats und den erstmals stattfindenden Regionalwahlen.

Unter anderem wird die Delegation Mitglieder des tschechischen Senats treffen, insbesondere Vertreter seiner Aussenpolitischen Kommission und der Kommission für die EU-Integration. Sie wird vom stellvertretenden Aussenminister Martin Palous empfangen und wird ein Gespräch führen mit dem Menschenrechtsbeauftragten der tschechischen Republik, Petr Uhl. Zudem wird sie den Bezirk Most besuchen und Angehörige der Regierung der Bezirkshauptstadt treffen. Weitere Begegnungen sind vorgesehen mit Mitgliedern von Oppositionsparteien, mit schweizerischen und tschechischen Wirtschaftsvertretern sowie mit in Tschechien lebenden Auslandschweizern. Schliesslich wird die Delegation Gelegenheit haben, die Aufführung des Stadttheaters Basels von Thomas Jonigks "Täter" zu sehen, die den diesjährigen schweizerischen Beitrag an das Prager Theaterfestival Deutscher Sprache darstellt.

Die Delegation der Aussenpolitischen Kommission des Ständerates besteht aus Bruno Frick (SZ/CVP, Präsident der APK-S), Christiane Brunner (GE/SPS), Anton Cottier (FR/CVP), Hans Rudolf Merz (AR/FDP), Philipp Stähelin (TG/CVP) und Maximilian Reimann (AG/SVP).

Bern, 10.11.2000    Parlamentsdienste