Die Geschäftsprüfungsdelegation nimmt zurzeit eine umfassende Untersuchung über die Beziehungen vor, welche der schweizerische und der südafrikanische Nachrichtendienst während des Apartheid-Regimes miteinander pflegten. Die Delegation will insbesondere abklären, ob die Bundesbehörden auf irgendeine Weise am Forschungsprogramm über bakteriologische Waffen beteiligt waren, das die südafrikanische Armee unter der Leitung von Doktor Wouter Basson seinerzeit durchgeführt hatte.

Die Delegation wird zu diesem Zwecke im kommenden Juli Staatsanwalt Anton Ackermann anhören, der in Südafrika das Anklageverfahren gegen Wouter Basson geleitet hat.

Staatsanwalt Ackermann wird auf Einladung der Geschäftsprüfungsdelegation in die Schweiz kommen und sich dabei auch zu Gesprächen mit der Bundesanwaltschaft und dem Administrativuntersuchungsbeauftragten des VBS treffen.

Die Delegation wird diesen Besuch nicht weiter kommentieren.

Bern, 06.06.2002    Parlamentsdienste