Auf seiner offiziellen Präsidentenreise wird Ständeratspräsident Gian-Reto Plattner vom 5. bis 15. Oktober das Königreich Bhutan im Himalaya besuchen. Schwerpunkte der Reise sind die Information über die Entwicklungs-zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Bhutan und Gespräche mit Vertretern der Regierung und des Parlaments von Bhutan.

Bhutan ist seit 1983 ein Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Im Jahre 2003 belief sich das finanzielle Engagement des Bundes in Bhutan auf 7,7 Millionen Franken. Die Entwicklungszusammenarbeit fokussiert vor allem auf den Ausbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur und auf die Ausbildung von Lehrkräften. Vor Ort ist vor allem das schweizerische Hilfswerk „Helvetas" aktiv. Das Programm des Ständeratspräsidenten sieht denn auch den Besuch von verschiedenen Hilfsprojekten vor.

In der Hauptstadt Thimpu wird Ständeratspräsident Plattner Gespräche mit dem Präsidenten der bhutanesischen Nationalversammlung, Dasho Ugyen Dorji und verschiedenen Vertretern der bhutanesischen Regierung führen. Dabei sollen, neben den bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Bhutan, vor allem entwicklungs- und regionalpolitische Themen diskutiert werden. Ständeratspräsident Plattner wird auf seiner Reise vom Sekretär des Ständerats, Christoph Lanz, begleitet.

Hintergrundinformation Bhutan: Bhutan, das Königreich im Himalaya, war während Jahrhunderten isoliert und wenig Einflüssen von aussen ausgesetzt. Erst in den Sechzigerjahren hat sich das Land gegen aussen und damit auch für die Entwicklungszusammenarbeit geöffnet. Bhutan befindet sich heute im Spannungsfeld zwischen seinen beiden grossen Nachbarn China und Indien auf einem schwierigen Weg zwischen Tradition und Moderne. Dank seiner einzigartigen, buddhistisch geprägten Kultur und einem aufgeschlossenen Königshaus gelingt es aber Bhutan recht gut, seine Entwicklung voranzutreiben. Wegen der niedrigen Bevölkerungsdichte, dem Mangel an Hilfskräften und dem gut ausgebauten Gesundheits- und Bildungswesen übt Bhutan auf viele arme Menschen in den dicht besiedelten Nachbarländern Indien, Bangladesch und Nepal grosse Anziehungskraft aus. Insbesondere die seinerzeitige Immigration aus Nepal hat zu zu Konflikten zwischen den beiden Ländern geführt, die einer Lösung harren. (Quelle: DEZA)

Bern, 01.10.2003    Parlamentsdienste