Leiter internationale Beziehungen
​Der Bundesrat hat am 23. Oktober 2013 Claudio Fischer, Verantwortlicher für die internationalen Beziehungen der Bundesversammlung, zum Botschafter ernannt. Diese Ernennung erfolgte auf Antrag der Verwaltungsdelegation der eidgenössischen Räte und nach dem Rückzug durch den Ständerat einer parlamentarischen Initiative, welche ein ähnliches Ziel verfolgte.

Die internationalen Beziehungen spielen auf parlamentarischer Ebene eine immer wichtigere Rolle. Sie ermöglichen einen fachlichen und politischen Austausch und bieten die Möglichkeit, Positionen und politische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen. Sie sind auch eine Ergänzung zu den Tätigkeiten der Regierung auf internationaler Ebene. Die Anzahl internationaler Aktivitäten nimmt laufend zu, sei dies im Rahmen internationaler parlamentarischer Versammlungen oder auf bilateraler Ebene.

Der Dienst für internationale Beziehungen der Parlamentsdienste organisiert  die internationalen Aktivitäten des Parlaments und setzte diese um. Als Verantwortlicher dieses Dienstes ist Claudio Fischer erste Ansprechperson für die internationalen Aktivitäten der Bundesversammlung. Auf operativer Ebene nimmt er die Rolle des Vermittlers zwischen dem Ausland (bzw. den ausländischen in der Schweiz akkreditierten Vertretungen) und den Ratspräsidien, denen er gleichzeitig als Berater zur Seite steht, wahr. Mit dem Botschaftertitel wird die Funktion von Herrn Fischer in der diplomatischen Hierarchie klar positioniert. Damit wird sichergestellt, dass diese Funktion von allen externen Stellen stufengerecht wahrgenommen wird. Der Titel ist funktionsgebunden. Claudio Fischer wird ihn daher nur in seiner aktuellen Tätigkeit tragen können.

Zur Person:
Claudio Fischer, geboren 1966, verfügt über ein Lizenziat in Politikwissenschaften der Universität Lausanne sowie über einen Master of Public Administration des Instituts für öffentliche Verwaltung (IDHEAP). 1993 wurde er zum Generalsekretär der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (NEBS) ernannt. Ab 1995 war er im damaligen Bundesamt für Bildung und Wissenschaft des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) verantwortlich für die EU-Bildungs- und Jugendprogramme. Im Jahr 1999 wurde er in der Schweizer Mission bei der Europäischen Union in Brüssel Botschaftsrat für die Bereiche Wissenschaft und Bildung. Zurück in Bern, wurde er 2002 Leiter des Ressorts «Bilaterale Forschungszusammenarbeit» im Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) und stand dem Netzwerk der wissenschaftlichen Berater und Konsulate (swissnex) vor. Seit August 2007 leitet er den Bereich Internationale Beziehungen der eidgenössischen Räte und ist Mitglied der Geschäftsleitung der Parlamentsdienste.



Bern, 29. Oktober 2013  Parlamentsdienste