In Wien traf sich die Delegation auf parlamentarischer Ebene mit dem Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf. Dabei wurden die bilateralen Beziehungen Schweiz-Österreich, die aktuelle innenpolitische Situation nach den Wahlen vom 15. Oktober 2017 und die Herausforderungen vor dem Hintergrund der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen besprochen. Des Weiteren unterhielt sich die Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Inneres sowie mit dem Österreichischen Integrationsfonds und verschiedenen NGOs. Aktuelle Herausforderungen im Bereich der Migrations- und Integrationsprojekte standen dabei im Zentrum der Gespräche. Beim Besuch der Handelskammer Schweiz-Österreich Liechtenstein (HKSÖL) diskutierte die Delegation die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
Neben der Pflege der bilateralen Beziehungen stand ebenfalls die multilaterale Ebene im Fokus dieser Reise. Die Delegation nutzte ihren Aufenthalt in Wien, um sich mit den Vertreterinnen und Vertretern der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), der IAEA (International Atomic Energy Agency), der CTBTO (Preparatory Commission for the Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organisation), der UNIDO (United Nations Industrial Development Organisation) und der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) eingehend auszutauschen. Hauptthemen waren die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Beeindruckt zeigte sich die Delegation vom Einsatz der Schweiz im Rahmen der OSZE, insbesondere vom stellvertretenden Leiter der Sonderbeobachtungsmission der OSZE in der Ukraine (SMM), dem Schweizer Alexander Hug. Die Mission wurde zu Beginn des Ukrainekonflikts 2014 unter dem Schweizer OSZE-Vorsitz geschaffen. Heute zählt sie über 1000 Mitglieder, darunter zwölf Schweizerinnen und Schweizer. Die Delegation sicherte der SMM ihre volle Unterstützung zu und dankte Alexander Hug für die geleistete Arbeit.
In Ungarn traf sich die Delegation zu Gesprächen mit der Aussenpolitischen Kommission, mit der Freundschaftsgruppe Ungarn-Schweiz des ungarischen Parlaments sowie mit dem Vize-Parlamentspräsident István Jakab und dem Vize-Staatssekretär Kristof Altusz (Aussen- und Handelsministerium). Dabei wurden die Situation in der Ukraine, die Beziehungen zur Europäischen Union, Minderheiten- und Migrationsfragen sowie die bilateralen Beziehungen eingehend erörtert.
In Diskussionen mit den Vertreterinnen und Vertretern der deutschsprachigen Andrassy-Universität und von Nichtregierungsorganisationen setzte sich die Delegation mit Bildungsfragen, die Stellung von NGOs in Ungarn sowie Minderheitenrechte vertieft auseinander.
Die Delegation widmete sich auch aussenwirtschaftlichen Aspekten und schloss ihren Aufenthalt in Ungarn mit einem Besuch der Schweizer Firma STADLER RAIL ab. Das Ostschweizer Unternehmen hat in Ungarn innert wenigen Jahren rund 500 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Die Aussenpolitischen Kommissionen entsenden jedes Jahr je eine Delegation auf eine Auslandreise. Die diesjährige Delegation der APK-N stand unter der Leitung des Kommissionspräsidenten Roland Rino Büchel (SVP/SG) und setzte sich zusammen aus den Nationalrätinnen Claudia Friedl (SP/SG), Christa Markwalder (FDP/BE), Tiana Angelina Moser (GLP/ZH) und aus den Nationalräten Andreas Aebi (SVP/BE), Yves Nidegger (SVP/GE), Eric Nussbaumer (SP/BL) und Gerhard Pfister (CVP/ZG).