Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) hat während zwei Tagen diverse betroffene Akteure zu den Auswirkungen des Entlastungspakets 27 (EP27) angehört. Sie wird die Beratung der Vorlage im Januar 2026 fortsetzen, nachdem der Ständerat die Vorlage als Erstrat in der Wintersession 2025 beraten hat.

Die Finanzkommission des Nationalrates wird am 15./16. Januar 2026 mit ihrer Beratung beginnen. Aufgrund dieses engen Zeitplans beschloss die Kommission, die Anhörungen bereits am 23./24. Oktober 2025 durchzuführen. Angesichts der grossen Tragweite der Vorlage wurden 26 Akteure angehört.

Der Ständerat ist Erstrat bei der Beratung des Entlastungspakets 2027 (EP27; 25.063) und wird die Vorlage bereits in der Wintersession 2025 beraten.

Aufgrund der schieren Menge der tangierten Akteure nahm die Kommission eine möglichst repräsentative Selektion vor. Es war nicht möglich, alle Betroffenen anzuhören.

In verschiedenen inhaltlichen Blöcken liess sich die Kommission von den Betroffenen über die Auswirkungen der geplanten Entlastungsmassnahmen auf deren Arbeit informieren.

Die Kantone sind besonders von den Entlastungsmassnahmen des Bundes betroffen, schliesslich tragen sie rund die Hälfte des geplanten Entlastungsvolumens. Ein erster Block war daher der Diskussion mit der Konferenz der Kantonsregierungen gewidmet, deren Stellungnahme im Vernehmlassungsverfahren den Bundesrat zu Anpassungen der Vorlage gebracht hatte. Da die beantragten Massnahmen auch für die dritte Staatsebene erhebliche Auswirkungen haben, wurden auch der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband angehört.

Ein zweiter Block umfasste verschiedene Vertretungen der Wirtschaft und der Gewerkschaften, namentlich economiesuisse, den Schweizerischen Arbeitgeberverband, den Schweizerischen Gewerbeverband, den Schweizerischen Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse.

Der dritte, thematisch gegliederte Block bestand aus Direktbetroffenen in den Bereichen Landwirtschaft (Schweizer Bauernverband, die Kleinbauern-Vereinigung, Schweizer Fleisch-Fachverband); Entwicklungszusammenarbeit (Alliance Sud, Caritas Schweiz); Bildung und Forschung (ETH-Rat, swissuniversities, Schweizerischer Nationalfonds,); Kultur und Sport (Taskforce Culture, Swiss Olympics), Tourismus (Schweizer Tourismus-Verband,); Energie/Nachhaltigkeit/Klima und Umwelt (S​wisscleantech, Bauenschweiz, Umweltallianz), Medien (Verlegerverband Schweizer Medien, SRG) sowie Bundespersonal (Personalverband des Bundes).

Die Anhörungen haben gezeigt, dass für die Entlastungsbemühungen des Bundesrats per se zwar allgemein Verständnis aufgebracht wird. Es zeigte sich jedoch, dass sich auf Ebene der einzelnen Massnahmen grosser Widerstand aufseiten der betroffenen Akteure bildet. Die Diskussionen waren anspruchsvoll, fanden aber in einem konstruktiven Klima statt. Teilweise wurden von Betroffenen auch konkrete Alternativvorschläge eingebracht.​