Nationalratspräsident Andreas Aebi (BE, SVP) empfängt am 17. März den Präsidenten des slowenischen Parlaments, Igor Zorčič, zu einem offiziellen Besuch. Dieses Treffen ermöglicht einen direkten Austausch mit Slowenien, das im zweiten Halbjahr 2021 die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union innehat. Gesprächsthemen werden die Gesundheitslage, die Rolle der Parlamente bei der Bewältigung der Covid-19-Krise sowie die Prioritäten Sloweniens für die EU-Ratspräsidentschaft sein.

​Der Besuch des slowenischen Parlamentspräsidenten Igor Zorčič in Bern knüpft an den Besuch der früheren Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti (SP, TI) im Mai 2019 in Ljubljana an. Das offizielle Gespräch vom 17. März 2021 zwischen Nationalratspräsident Andreas Aebi und seinem slowenischen Amtskollegen bietet Gelegenheit, sich über Rolle und Betrieb der Parlamente in der Pandemie auszutauschen und mehr über die Prioritäten Sloweniens für seine EU-Ratspräsidentschaft zu erfahren, insbesondere in Bezug auf den Aufbauplan «Next Generation EU» und die Erweiterung der EU auf die Länder des Westbalkans. Die beiden Präsidenten werden sich ausserdem über die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU und die Situation beim institutionellen Rahmenabkommen unterhalten.

Nach seinem offiziellen Treffen mit dem Nationalratspräsidenten wird der slowenische Parlamentspräsident Bundespräsident Guy Parmelin und Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP, SZ) einen Höflichkeitsbesuch abstatten.

Slowenien ist ein wichtiger Partner für die Schweiz: Die beiden Länder arbeiten sowohl bilateral als auch multilateral hervorragend zusammen. Im Rahmen des ersten EU-Erweiterungsbeitrags realisierte die Schweiz in Slowenien verschiedene Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Gesundheit. Seit 2018 hat auch der Handel zwischen den beiden Ländern wieder zugenommen, was auf den Export von Schweizer Chemie- und Pharmaprodukten nach Slowenien zurückzuführen ist.