Die 151. IPU-Versammlung bietet den Delegierten eine Plattform, um über humanitäre Grundregeln und humanitäre Hilfe zu diskutieren sowie um parlamentarische Initiativen in diesen Bereichen in die Wege zu leiten. Die Versammlung wird die Bedürfnisse der in Konflikten am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in den Mittelpunkt stellen, darunter Vertriebene, Frauen, Jugendliche, Minderheiten und Menschen, die von Ernährungsunsicherheit und Krankheiten betroffen sind. Die Ergebnisse der Debatte werden in einer «Erklärung von Genf» verabschiedet werden.
Die Ständige Kommission für Demokratie und Menschenrechte wird eine Resolution über illegale internationale Adoptionen verabschieden. Dieses ernste und wichtige Thema ist für die Schweiz besonders relevant, da sie sich aktuell mit dieser Frage auseinandersetzt.
Die anderen drei ständigen Kommissionen werden sich an der Versammlung mit ihren zentralen Themen auseinandersetzen: Die Kommission für Frieden und internationale Sicherheit wird sich mit der parlamentarischen Kontrolle von Verteidigungsausgaben befassen, die für die Transparenz und die Rechenschaftspflicht von entscheidender Bedeutung ist. Die Kommission für nachhaltige Entwicklung wird die Auswirkungen der globalen Erwärmung und der Steuerhinterziehung durch Unternehmen diskutieren, zwei eng miteinander verbundene globale Herausforderungen. Zuletzt wird sich die Ständige Kommission für UNO-Angelegenheiten mit der Transparenz bei der Ernennung des UNO-Generalsekretärs befassen, um die Legitimität dieses Prozesses zu stärken.
An dieser Versammlung treten auch weitere Organe der IPU zusammen, darunter das Forum der Parlamentarierinnen, das Komitee für die Menschenrechte von Parlamentsmitgliedern sowie das neu gegründete Gesundheitskomitee. Da sowohl eine Delegation der Ukraine sowie eine der Russischen Föderation in Genf anwesend sein wird, sollte die Taskforce zur friedlichen Lösung des Krieges in der Ukraine tagen – eine schwierige Übung der parlamentarischen Diplomatie.
Im Weiteren wird voraussichtlich das Parlament von Brunei Darussalam als 182. Mitgliedsparlament in die IPU aufgenommen, was die Universalität der Organisation noch einmal verstärken wird. Ein weiterer Höhepunkt wird die Verleihung des Cremer-Passy-Preises 2025 an ein Parlamentsmitglied sein, das sich durch herausragende Führungsstärke im Bereich der Geschlechtergleichstellung, dem Jahresthema der IPU, ausgezeichnet hat.
Die Schweizer Delegation der IPU wird vertreten durch ihren Präsidenten, Nationalrat Thomas Hurter (SVP, SH), Nationalrätin Laurence Fehlmann Rielle (SP, GE), die Nationalräte Christian Lohr (Die Mitte, TG) und Laurent Wehrli (FDP, VD) sowie durch Ständerätin Isabelle Chassot (Mitte, FR) und die Ständeräte Andrea Caroni (FDP, AR) und Daniel Jositsch (SP, ZH).
Weitere Informationen über die 151. Versammlung der IPU finden Sie auf der IPU-Website: 151st Assembly and related meetings