Nachdem die NEAT-Aufsichtsdelegation des Parlamentes mit einem weiteren Kreditbedarf von 700 Millionen konfrontiert worden war, habe die KVF des Nationalrates beim Bundesrat einen Zusatzbericht verlangt und den 900-Millionen-Kredit auf die Junisession vertagt, sagte Laubacher. Der Entscheid sei einstimmig gefallen.
Differenz zum Ständerat
Die Kommission gehe davon aus, dass in der Sommersession eine Dfferenz zum Ständerat geschaffen werde, sagte Laubacher. Sie wolle aber erst entscheiden, wenn der für den Monat April bestellte Zusatzbericht vorliege. Es sei klar, dass der 900-Millionen-Kredit nicht ausreiche.
In der KVF sei aber noch kein materieller Entscheid gefallen, ob der Kredit aufgestockt werden oder ob eine Verzichtsplanung eingeleitet werden müsse. Einsparungen wären beim Hirzel-, beim Zimmerberg- und Ceneritunnel sowie bei der Linienführung im Kanton Uri möglich.
Die Verschiebung des Geschäftes habe keine Bauverzögerung zur Folge, sagte Laubacher. Die Höhe des Zusatzkredites sei offen. Die Entscheide der KVF vom Januar - einstimmiges Ja zu den 900 Millionen und zu einem höheren Ausbaustandard für den Ceneri - seien hinfällig und müssten von Grund auf überprüft werden.
Gesamte Finanzierung betrachten
Die Kommission hatte mit 15 zu 5 Stimmen beschlossen, am Ceneri aus Gründen der Verkehrssicherheit zwei richtungsgetrennte Röhren statt einer Doppelspurröhre mit Gegenverkehr auszubrechen. Es gebe am Ceneri Sparmöglichkeiten, sagte Laubacher. Allerdings sei der Tunnel nötig, weil sonst die Gotthard-Linie keine Flachbahn mehr wäre.
Der neue Finanzbedarf von 700 Millionen sei noch nicht erhärtet, sagte Laubacher. Das ganze Paket der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (NEAT, Bahn 2000, Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz, Lärmsanierung der Bahnen) müsse mitbetrachtet werden.