<p>Bern (sda) Erhöht eine Pensionskasse die Prämien stark oder kürzt sie die Leistungen markant, können Versicherte während vier statt wie bisher zwei Monaten kündigen. Dies schlägt die Nationalratskommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) vor.
</p>

Den Anstoss zur Initiative der Kommission hatte eine vom Ständerat angenommene Motion gegeben, wie Christine Egerszegi (FDP/AG) von der zuständigen Subkommission sagte.

Die SGK nahm die Ständeratsmotion sowie die Kommissionsinitiative einstimmig an. Egerszegi sagte, die Vorlage wolle verhindern, dass insbesondere Rentner zwischen die Stühle fielen. Auch seien bessere Bedingungen für die Versicherten bei einem Wechsel vorgesehen.

Ausschlag gebend für Motion und Initiative war das anfang 2004 in Kraft getretene «Winterthur-Modell». Dieses brachte für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 30 Prozent höhere Prämien und wesentlich tiefere Leistungen für die Versicherten. Angesichts der drastischen Verschlechterungen für Arbeitgeber wie Versicherte wollten viele die Pensionskasse wechseln.