<p>Bern (sda) Die nationalrätliche Wirtschaftskommission (WAK) will das gewerbliche Bürgschaftswesen reformieren. Wie WAK-Präsident Charles Favre (FDP/VD) am Dienstag mitteilte, ist sie daran, einen Vorentwurf auszuarbeiten, den sie in Vernehmlassung geben wird.
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Das gewerbliche Bürgschaftswesen ist eines der wenigen Instrumente des Bundes, um die Kreditversorgung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Inland zu unterstützen. Eine erste Reform Ende der neunziger Jahre bewährte sich nicht, so dass es ohne weitere Reform unterzugehen droht.

Heute erleichtern zehn Bürgschaftsgenossenschaften mit Bundesunterstützung den KMU den Zugang zu Bankkrediten. Wie Favre ausführte, wird eine Reduktion der Zahl der Genossenschaften auf drei geprüft.

Vorgesehen ist, das Bundesengagement bei Bürgschaftsverlusten von 50 auf 65 Prozent und von 150 000 Franken bis zu einem Maximalbetrag von 500 000 Franken zu erhöhen. Es stiege dadurch von 3 bis 5 Millionen jährlich auf 15 bis 20 Millionen.

Mit diesen Änderungen würde das Bürgschaftsvolumen von 150 auf 600 Millionen zunehmen, sagte Favre. Das Vorprojekt wird jetzt verfeinert und bei den Kantonen in Vernehmlassung gegeben, damit im zweiten Halbjahr 2005 ein definitiver Entwurf vorliegt.