<p>Lausanne/Bern (sda) Auch die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates strebt eine radikal vereinfachte &quot;ideale&quot; Mehrwertsteuer (MWST) an. Sie ist damit einverstanden, bis dahin den Vorzugssatz für die Hotellerie noch einmal zu verlängern.
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Einstimmig nahm die WAK vom Bericht des Bundesrates "10 Jahre Mehrwertsteuer" Kenntnis. Ihre Mehrheit unterstützt das Ziel von Finanzminister Hans-Rudolf Merz, die mittlerweile 25 MWST-Ausnahmen abzuschaffen und zu einem Einheitssatz von etwa 5,5 Prozent überzugehen. Nötig seien allerdings noch Studien über die Folgen dieser Reform.

Mit 15 zu 9 Stimmen schloss sich die WAK laut Mitteilung ihres Präsidenten Charles Favre (FDP/VD) am Dienstag dem Beschluss des Ständerates an, den Ende 2006 auslaufenden Sondersatz von 3,6 statt 7,6 Prozent für Beherbergungsleistungen bis längstens 2010 zu verlängern. Eine Minderheit unter Remo Gysin (SP/BS) wird im Plenum Nichteintreten beantragen.

Mit dem gleichen Resultat hiess die WAK auch zwei Ständeratsmotionen gut, von denen die eine die Befristung von MWST-Ausnahmen auf fünf Jahre und die andere die Vereinfachung der Steuer verlangt. Dagegen gibt es Minderheitsanträge von Hildegard Fässler (SP/SG) und Hans-Jürg Fehr (SP/SH).

Drei hängige parlamentarische Vorstösse für neue Ausnahmen von der Mehrwertsteuer will die WAK erst behandeln, wenn der Bundesrat seine Reformvorlage verabschiedet hat.