<p>Bern (sda) Die Wintersession von National- und Ständerat kann auf der Baustelle des Parlamentsgebäudes stattfinden. Nach fünf Monaten Intensivbauweise werden die Sanierungsarbeiten für drei Wochen unterbrochen. Rats- und Besucherbetrieb sind möglich.
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Wie der Projektdelegierte der Verwaltungsdelegation, Ständeratspräsident Rolf Büttiker (FDP/SO), am Donnerstag vor den Medien ausführte, sind bisher rund ein Drittel der 83 Millionen für den Umbau und die Sanierung des Parlamentsgebäudes verbaut. Er sei froh, dass der Ratsbetrieb wie geplant möglich sei.

Mit Ausnahme der «Sessiun» in Flims sei nie eine ständige Auslagerung des Parlamentsbetriebes ins Auge gefasst worden, sagte Büttiker. Die Kosten für die Provisorien betrügen rund 2 Millionen Franken. Fünf Auswärtssionen kämen dagegen auf etwa 10 Millionen zu stehen. Es bleibe beim Rhythmus Bauen-Session-Bauen.

Er sei zuversichtlich, dass die Ratsmitglider Verständnis für die Unannehmlichkeiten hätten. So stehe nur ein Lift zur Verfügung, und wegen der vielen Holzverschalungen sei das Rauchen im ganzen Parlamentsgebäude untersagt. Fürs leibliche Wohl stehe das Café Vallotton zur Verfügung.

Wie der Realisierungsverantwortliche des Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL), Hanspeter Winkler, ausführte, wurde in einer Parforceleistung mit Mehrschichtbetrieb die Haustechnik ersetzt. Unter dem Nationalrat wurden in einer 20 Meter tiefen Baugrube fünf Stockwerke eingezogen.

Bei den Grabarbeiten sei man auf Reste der alten Stadtmauer gestossen, berichtete Winkler. Ein Gebäudecheck habe auch Spuren von gebundenem Asbest zu Tage gebracht. In einem Jahr könnten die Ratsmitglieder das Parlamentsgebäude wieder beziehen. Mitte 2008 wurden die Arbeiten mit dem Besuchereingang abgeschlossen.

Nach Auskunft von Hans Peter Gerschwiler, Stellvertretendem Generalsekretär der Bundesversammlung, steht das Parlamentsgebäude ab Montag 06.30 Uhr bis Mittwoch, 20. Dezember, zwei Stunden nach Sitzungsschluss, für den Ratsbetrieb zur Verfügung. Schon am 3. Januar beginnen wieder die Bauarbeiten.