Die Schweiz soll ihr audiovisuelles Gedächtnis nicht verlieren: Seit langem wissen wir um die akute Gefährdung wesentlicher Zeugen unserer jüngeren Vergangenheit wie Filme, Videos, Fotos und Tondokumente. Um ihre Bewahrung, Sicherung, Erschliessung und Vermittlung kümmert sich der 1995 gegründete Verein Memoriav und erfüllt damit eine Aufgabe von nationaler Bedeutung und grossem öffentlichen Interesse. Zwar wird Memoriav bereits vom Bund unterstützt, doch fehlten bisher ausreichende gesetzliche Grundlagen. Diese Lücke soll nun geschlossen und damit auch die Forderung einer Motion der WBK-N (03.3441) erfüllt werden. Der Gesetzesentwurf vom 18. Mai 2005 (05.041) wie auch der beantragte Zahlungsrahmen von 11,7 Millionen für die Jahre 2006-2009 fanden die einghellige Zustimmung der Kommission.
Im März dieses Jahres hatte der Nationalrat einer Motion (04.3688 Noser) zugestimmt, in welcher verlangt wird, die dem Bundesamt für Berufsbildung und Innovation angegliederte Förderagentur für Innovation (KTI), die sich für den Brückenschlag zwischen Hochschule und Wirtschaft einsetzt, Ideen aus der Forschung möglichst rasch auf den Markt bringen und dadurch auch Arbeitsplätze schaffen will, angepasst zu positionieren". Verlangt werden u.a. die Unabhängigkeit von der Verwaltung, eine Anpassung der Rechtsgrundlage und ein dem Nationalfonds vergleichbarer Status. Die Ziele der Motion stiessen in der WBK auf offene Türen: eine autonome KTI könne ihrer Aufgabe als nationale Stelle für Innovationsförderung besser gerecht werden. Durch die anschauliche Präsentation verschiedener Projekte und ihrer Entstehungsgeschichte von Seiten der KTI, der Hochschulen und der KMU wurde die Kommission in ihrer Auffassung bestätigt; sie beantragt einstimmig die Überweisung der Motion.
Die Hochschullandschaft der Zukunft stand im Mittelpunkt einer anregenden Aussprache mit der Präsidentin des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates (SWTR), Frau Prof. Susanne Suter. Die Zukunft war auch das Schlüsselwort einer aufschlussreichen Präsentation des Präsidenten der EPFL, Prof. Patrick Aebischer.
Die Kommission tagte am 25./26. August 2005 unter dem Vorsitz von Ständerätin Christiane Langenberger (FDP/VD) an der EPF in Lausanne und im Schweizerischen Landesmuseum in Prangins (VD).
Bern,
29.08.2005 Parlamentsdienste