Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer Wyss (SP, AG) reist vom 31. Oktober bis 5. November 2010 nach Nepal. Sie wurde vom Präsidenten des nepalesischen Parlaments, Herr Subas Nembang, zu diesem Besuch eingeladen. Die Reise beginnt in Kathmandu, wo Präsidentin Bruderer Wyss mit dem Parlamentspräsidenten und mit weiteren Parlamentsmitgliedern Gespräche führen wird.  Geplant sind ebenfalls Treffen mit Regierungsvertretern, unter anderem mit der nepalesischen Vize-Premierministerin und Aussenministerin.

Präsidentin Bruderer Wyss wird die Gelegenheit ihres Besuchs in Nepal nutzen, um auf dem Terrain Entwicklungsprojekte der DEZA und von weiteren Hilfsorganisationen (u.a. von Helvetas und Terre des Hommes) zu besuchen. Nepal ist seit über 50 Jahren eines der Schwerpunktländer der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit (Detailinformationen zum Engagement des Bundes findet man unter: http://www.deza.admin.ch/de/Home/Laender/Suedasien_und_Himalaja/Nepal).

Nepal, zuvor ein hinduistisches Königreich, wurde am 18. Mai 2006 zunächst durch Parlamentsproklamation zu einem säkularen Staat erklärt. Am 28. Mai 2008 wurde dann die Monarchie in der ersten Sitzung der Verfassunggebenden Versammlung durch Ausrufung der Republik abgeschafft. Die Interimsverfassung vom 15. Januar 2007 bildet die Grundlage für eine parlamentarische Demokratie unter Verankerung der Prinzipien von Volkssouveränität, Mehrparteiensystem, Unabhängigkeit der Rechtsprechung sowie Garantie der Grundrechte und bürgerlichen Freiheiten. Sie enthält einen umfangreichen Grundrechtskatalog. Nepal ist ein in fünf Entwicklungszonen und 75 Verwaltungsdistrikte gegliederter Zentralstaat.

Die Nationalratspräsidentin wird anlässlich Ihrer Reise von Herrn Christoph Lanz,  Generalsekretär der Bundesversammlung begleitet.

 

Bern, 29. Oktober 2010  Parlamentsdienste