Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ist die Schweiz während zwei Jahren nichtständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat. Dieses Mandat, das Ende dieses Jahres ausläuft, wird mit einer zweiten Präsidentschaft im Herbst seinen Höhepunkt erreichen. Die Delegation der APK-N wird die Mission der Schweiz bei der UNO in New York besuchen, um sich über die Organisation und die Prozesse der Mission zu informieren und sich so ein Bild davon zu machen, wie die Positionen, welche die Schweiz im Sicherheitsrat vertritt, erarbeitet werden. Dadurch erhalten insbesondere die neuen Kommissionsmitglieder Gelegenheit, die Rolle des Parlaments und der APK in diesen Prozessen besser zu verstehen. Die Delegation möchte sich ausserdem einen Überblick über die laufenden Reformprozesse der UNO verschaffen, namentlich über die Frage des Sicherheitsrates und des Vetorechts, und wird sich mit verschiedenen in diesem Bereich tätigen Organisationen zu Gesprächen treffen.
Im Jahr 2024 finden in den Vereinigten Staaten zudem die Präsidentschafts- und die Kongresswahlen (Wahl von Senat und Repräsentantenhaus) statt. Der Ausgang dieser Wahlen wird sich auf die internationalen Beziehungen und die Aussenpolitik der Schweiz auswirken. Die Delegation wird sich vor Ort, namentlich bei der Schweizer Botschaft in Washington, über die neusten Entwicklungen informieren. In Washington wird sie ferner Vertreterinnen und Vertreter der Weltbank und des IWF treffen. Gegenstand der Diskussionen werden die Reform dieser Institutionen und die Umsetzung des Treuhandfonds für Resilienz und Nachhaltigkeit (Resilience and Sustainability Trust [RST]) sein. Mit Hilfe dieses Fonds vergibt der IWF Kredite zur Unterstützung von längerfristigen makroökonomischen Reformen und strukturellen Massnahmen, die auf die Bewältigung des Klimawandels sowie auf die Vorbeugung gegen und die Bekämpfung von Pandemien abzielen. Das Parlament hatte im Jahr 2023 einen Beitrag von 750 Millionen Franken an den RST bewilligt, mit dem sie ein Darlehen der Schweizerischen Nationalbank an den Internationalen Währungsfonds garantiert.
Im Weiteren unterhalten die USA und die Schweiz enge Handelsbeziehungen und verstärken diese Jahr für Jahr. Die USA waren 2022 nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz, und das Wachstumspotenzial ist weiterhin gross. Die Konjunkturmassnahmen und die bedeutenden Investitionen im Infrastrukturbereich (insbesondere der Inflation Reduction Act und der Green Deal) dürften der amerikanischen Wirtschaft in den kommenden Monaten und Jahren zusätzlichen Schwung verleihen. Die Delegation möchte sich vor Ort über diese Entwicklungen informieren, deren Auswirkungen bis nach Europa und in die Schweiz spürbar sein werden. So wird die Delegation auf ihrer Reise Vertreterinnen und Vertreter von Schweizer Unternehmen mit Sitz in den USA sowie von wissenschaftlichen Institutionen treffen.
Each year the Foreign Affairs Committees send a delegation abroad on a fact-finding mission. This year the delegation is led by Committee president, National Council member Laurent Wehrli (FDP/VD), accompanied by National Council members Claudia Friedl (SP/SG), Corina Gredig (GLP/ZH) and Monika Rüegger (SVP/OW), Roland Büchel (SVP/SG), Niklaus-Samuel Gugger (EVP/ZH), Fabian Molina (SP/ZH), Erich Vontobel (EDU/ZH) and Nicolas Walder (Greens/GE).