In Helsinki tauschen sich Nationalratspräsidentin Maja Riniker und die Mitglieder der parlamentarischen Delegation mit dem Präsidenten des finnischen Parlamentes, Jussi Halla-aho, dem Verteidigungsminister, Antti Häkkänen, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Parlamentsparteien aus. Im Vordergrund stehen dabei die aktuelle Sicherheitslage, das veränderte Sicherheitsumfeld – insbesondere im Zusammenhang mit Russland –, die Unterstützung für die Ukraine sowie das Engagement Finnlands in der NATO.
Die Delegation besichtigt zudem den Merihaka Civil Defence Shelter, einen der grössten Zivilschutzbunker in Helsinki mit Platz für bis zu 6000 Personen, sowie das Patrouillenboot Turva, das Flaggschiff der finnischen Küstenwache. Finnland ist aufgrund seiner geografischen Lage (es teilt sich eine 1340 Kilometer lange Landgrenze mit Russland) russischen Bedrohungen – hauptsächlich in Form von Cyberangriffen und Sabotageakten auf kritische Infrastruktur wie die Unterseekabel in der Ostsee – besonders ausgesetzt. Zudem hat Russland seit dem NATO-Beitritt Finnlands seine militärischen Aktivitäten an der finnischen Grenze verstärkt.
Am 11. November 2025 reist die Nationalratspräsidentin weiter nach Stockholm, wo sie am selben Abend vom Präsidenten des schwedischen Parlamentes, Andreas Norlén, empfangen wird. Im Mittelpunkt des Austauschs stehen die schwedisch-schweizerischen Beziehungen, die bilaterale Zusammenarbeit sowie die Sicherheits- und Verteidigungspolitik Schwedens, namentlich im Zusammenhang mit dessen NATO-Beitritt und dessen Unterstützung für die Ukraine.
Am darauffolgenden Tag kommt Maja Riniker mit Mitgliedern des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des schwedischen Parlamentes zu Gesprächen über regionale Sicherheitsfragen zusammen.
Schweden, das seit 2024 NATO-Mitglied ist, baut derzeit seine Verteidigungsfähigkeit sowie die Zusammenarbeit mit seinen nordischen und europäischen Partnern aus. Das schwedische Modell der zivilen Resilienz – bei dem die Gemeinden, die Unternehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger in die Vorbereitung auf Krisen und in deren Bewältigung eingebunden sind – ist für die Schweiz bei deren verteidigungs- und sicherheitspolitischen Überlegungen von besonderem Interesse.
Maja Riniker wird bei diesem Arbeitsbesuch vom Vizepräsidenten des Nationalrates, Pierre-André Page (SVP, FR), sowie von Nationalrätin Christine Badertscher (Grüne, BE) und von Nationalrat Nicolò Paganini (Die Mitte, SG) begleitet.