Am 21. und 22. Mai trifft sich Karin Keller-Sutter in Washington D.C. mit Mitgliedern des Senats und des Repräsentantenhauses sowie mit Vertreterinnen und Vertretern führender Denkfabriken. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die schweizerisch-amerikanischen Handelsbeziehungen und deren Perspektiven. Dabei werden auch die Kernprinzipien der US-Finanzmarktregulierung sowie die Massnahmen der US-Steuerreform und deren Auswirkungen auf die Schweiz als Standort für international tätige Konzerne erörtert.
Am 23. Mai kommt Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter in Chicago mit der Vizegouverneurin von Illinois und dem Bürgermeister von Chicago zusammen und tauscht sich mit Vertreterinnen und Vertretern von Schweizer Unternehmen aus dem Dienstleistungs-, dem Industrie- und dem Landwirtschaftssektor aus. Vorgesehen sind zudem Besuche am US-Hauptsitz der Schweizer Finanzdienstleistungsgesellschaft Zurich Insurance Group, bei Phonak sowie bei Emmi Roth, dem US-Produktionsbetrieb der Holding Emmi AG.
Am 24. Mai, dem letzten Tag dieses offiziellen Besuchs, legt Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter einen Halt in New Glarus, Wisconsin, ein. Dort trifft sie Mitglieder der Schweizer Gemeinde im Ausland und unterhält sich mit ihnen über den Erhalt der nationalen und regionalen kulturellen Identität. Die Gemeinde wurde nach der Schweizer Gemeinde Glarus benannt und im Jahr 1845 von 150 Immigrantinnen und Immigranten aus Glarus gegründet. Im 19. Jahrhundert waren die USA das Hauptziel der Schweizer Auswanderung.
Die USA sind wirtschaftlich und politisch ein wichtiger strategischer Partner für die Schweiz. Im Jahr 2017 exportierten Schweizer Unternehmen Waren im Wert von 36,3 Milliarden Franken (12,3 % der Gesamtexporte) in die USA und importierten Waren im Wert von 21,1 Milliarden Franken (8,0 % der Gesamtimporte). Damit sind die USA der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz. Darüber hinaus sind die USA die wichtigste Destination für Schweizer Direktinvestitionen im Ausland. Ende 2016 belief sich deren Bestand auf rund 234 Milliarden Franken, was 19,3 Prozent aller Schweizer Direktinvestitionen im Ausland entspricht. Dank diesen Investitionen haben Schweizer Unternehmen in den USA rund 500 000 Arbeitsplätze direkt und über 1,8 Millionen Arbeitsplätze indirekt geschaffen.
Die Delegation, die Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter begleitet, setzt sich zusammen aus der zweiten Vizepräsidentin des Ständerates Géraldine Savary (SP, VD), Ständerat Thomas Hefti (FDP, GL), Ständerat Robert Cramer (GPS, GE), Ständerätin Anne Seydoux-Christe (CVP, JU), Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG) sowie der stellvertretenden Generalsekretärin der Bundesversammlung Martina Buol und dem stellvertretenden Bereichsleiter Internationales & Mehrsprachigkeit Cédric Stucky.