<p>Bern (sda) Die Wirtschaftskommission (WAK) des Ständerates will die Differenzen in der Agrarpolitik (06.038) ausräumen. Sie beantragt dem Plenum, dem Nationalrat beim Zucker, bei der Schafwolle, bei den Bienen und beim Weinbau zu folgen.
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Mit 8 zu 3 Stimmen schloss sich die WAK dem Nationalrat an, dass die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld kein Bundesgeld mehr für die Rüben-Verarbeitung erhalten. Statt dessen werden die Flächenbeiträge an die Bauern von 600 auf 1300 Franken erhöht, wie Präsident Hannes Germann (SVP/SH) am Freitag mitteilte.

Da damit die Zuckerfabriken vollständig in die Marktwirtschaft entlassen sind, sollen sie dem Bund auch keinen Einblick mehr in die Jahresrechnung geben müssen. Mit 8 zu 2 Stimmen strich die WAK die 600 000 Franken für die Verwertung von Schafwolle. Diese Subvention wird mit Tierhalterbeiträgen kompensiert.

Die WAK folgte dem Nationalrat, dass die Bienenzucht neu unterstützt werden kann. Beim Weinbau übernahm sie den Kompromiss der grossen Kammer, dass die Kantone die Appellation d'origine contrôlée (AOC) definieren, während der Bund die Qualität der Land- und Tafelweine regelt.

Zusatzinformationen verlangt die WAK beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu den Investitionskrediten an Gewerbe. Es sei eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Käsereien, die von Bauernfamilien betrieben werden, Geld vom Bund erhielten, während die gleichen Betriebe von Käserfamilien leer ausgingen, sagte Germann.