Wenn Nachtfalter über die beleuchtete Fassade des Parlamentsgebäudes flattern, dann ist in Bern Museumsnacht. Am 16. März öffnen die Parlamentsdienste zum 15. Mal die Türen des Parlamentsgebäudes. Kuppelhalle, National- und Ständeratssaal, die Wandelhalle, das Bundesratszimmer und die Parlamentsbibliothek können frei besichtigt werden.

Museumsnacht heisst Hochbetrieb im Parlamentsgebäude. Auch in diesem Jahr erwarten die Parlamentsdienste zwischen 18.00 und 03.00 Uhr rund 4'000 Besucherinnen und Besucher. Auf sie wartet ein attraktives Programm: Das Team der Parlamentsbesuche erzählt stündlich Spannendes und Informatives über die Politik und über das Parlamentsgebäude als Kulturgut von nationaler Bedeutung.

 

Im Bundeshaus West trifft sich die Landesregierung einmal pro Woche zu ihrer ordentlichen Sitzung und behandelt pro Jahr ungefähr 2'500 Geschäfte. Die Museumsnacht ermöglicht Einblicke in die Sitzungs- und Empfangsräume des Bundesrates. Ebenfalls im Bundeshaus West befindet sich im früheren Nationalratssaal die Parlamentsbibliothek. Die Ausstellung «Bundeshaus West – vom Nationalratssaal zur Parlamentsbibliothek» ist eine kleine Zeitreise durch den geschichtsträchtigen Ort. Dazu werden Filmbeiträge rund um das Bundeshaus aus der Schweizer Filmwochenschau von 1940 bis 1975 gezeigt.

Das Bundesamt für Umwelt sowie die Wald- und Holzwirtschaft wollen mit der Kampagne #WOODVETIA die Bevölkerung für Schweizer Holz sensibilisieren. Im Zentrum stehen 20 lebensgrosse Statuen von Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte und Gegenwart, die im Parlamentsgebäude verteilt sind.
Im Haupteingang empfängt Gottlieb Duttweiler die Ratsmitglieder. Der Migros-Gründer und Politiker war zuerst Berner Nationalrat, dann Zürcher Nationalrat und Zürcher Ständerat, später wiederum Berner Nationalrat.

 

Neben dem Büro des aktuellen Nationalratspräsidenten Dominique de Buman sitzt Alfred Escher. Der Zürcher Politiker war von 1848 bis zu seinem Tod Mitglied des Nationalrates, den er zwischen 1849 und 1863 dreimal präsidierte.



Erstmals stehen in der Kuppelhalle nicht die drei Eidgenossen, sondern drei Eidgenossinnen im Zentrum: Gilberte de Courgenay war als «Petite Gilberte» eine wichtige patriotische Figur. Marie Tussaud soll 1760 in Bern geboren worden sein. Vieles in ihrer Autobiografie ist Legende. Sicher ist, dass sie das Wachsfigurenkabinett in London gegründet hat. Johanna Spyri schrieb die Heidi-Bücher, welche in über 50 Sprachen übersetzt worden sind.



Das Café «Zeitungszimmer», in welchem während den Sessionen die Ratsmitglieder ein- und ausgehen, ist mit kulinarischem Angebot offen. Am späten Abend verwandelt sich das Parlamentsrestaurant «Galerie des Alpes» in eine Jazzlounge. Um 23.00 Uhr spielt Simon Stirnimann‘s Late Night Group und um 01.00 Uhr das Niculin Christen Quartett.

Der Zutritt ist nur mit einem Museumsnacht-Ticket möglich. Diese sind auf dem Bundesplatz oder im Besuchereingang des Parlamentsgebäudes erhältlich. Erstmals gibt es ab Mitternacht ein Spezialticket zum Preis von CHF 5.--.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Fotos: Bruno Augsburger und Edouard Rieben