Die Finanzdelegation führt ihre Sommertagung traditionsgemäss in der Region ihrer Präsidentin beziehungsweise ihres Präsidenten durch. Die diesjährige Sommertagung unter dem Vorsitz von Nationalrätin Ursula Leemann (SP/ZH) fand vom 28. Juni 1999 bis zum 30. Juni 1999 in Winterthur statt. Der Finanzdelegation obliegt die nähere Prüfung und Überwachung des gesamten Bundeshaushaltes. An der Tagung behandelte die Finanzdelegation zentrale Fragen der Finanzaufsicht. Sie hatte über zahlreiche Geschäfte zu befinden und führte bei dieser Gelegenheit Gespräche mit Bundesrat Moritz Leuenberger, Vorsteher des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Bundesrat Pascal Couchepin, Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) sowie Bundesrat Kaspar Villiger, Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD).
Im Zentrum der Aussprache mit dem Vorsteher des UVEK stand die Besoldungspolitik der Kader der Swisscom, der Post und der SBB. Mit dem Vorsteher des EVD erörterte die Finanzdelegation die finanzielle Lage der Expo, Fragen der Arbeitslosenversicherung und die Auflösung der Schweiz. Käseunion.
Das Gespräch mit Bundesrat Villiger betraf hauptsächlich die noch nötigen Kürzungen beim Voranschlag 2000 und beim Legislativfinanzplan 2001 - 2003. Zudem liess sich die Finanzdelegation über die finanzielle Bilanz der Kosovo-Krise orientieren. Im zweiten Nachtrag 1999 werden sich die Finanzdelegation, Finanzkommissionen und das Parlament mit Kreditbegehren von bis zu 480 Millionen Franken für die Hilfe im Balkan zu befassen haben.
Die Finanzdelegation liess sich bei ihrer Sommertagung durch die Stadt Winterthur über ihre aktive Rolle bei der Umnutzung von Industriearealen orientieren. Sie besichtigte zudem das Naturschutzgebiet am Greifensee, das Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten und die Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz.
Bern, 30.06.1999 Parlamentsdienste