Die Verkehrspolitik ist zwischen der Schweiz und Italien immer wieder Gesprächsthema. Der Bau der Eisenbahnlinie Mendrisio-Varese, der in den letzten Monate unterbrochen war, und die Arbeiten auf den Zulaufstrecken zur NEAT in Italien sind für die Schweiz besonders wichtig und bedürfen einer einwandfreien Koordination zwischen den beiden Ländern.
Auf parlamentarischer Ebene pflegen die Schweiz und Italien regelmässige Kontakte über die Parlamentarierdelegationen und die gegenseitigen Besuche der Parlamentspräsidentinnen bzw. -präsidenten. Das letzte Präsidententreffen fand im Frühling 2009 statt, als die damalige Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi sich in Rom mit dem Präsidenten der italienischen Abgeordnetenkammer Gianfranco Fini zu Gesprächen traf. Ständeratspräsident Filippo Lombardi kommt am 5. November das erste Mal mit seinem italienischen Amtskollegen Pietro Grasso zusammen, der am 16. März 2013 zum Senatspräsidenten gewählt wurde.
Beim Besuch der italienischen Aussenministerin Emma Bonino am 11. September 2013 in Bern wurde das Interesse an einer Weiterführung der bilateralen Gespräche in verschiedenen Bereichen bekräftigt. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien sind sehr eng; Italien ist gar der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Wie eng die beiden Länder miteinander verflochten sind, zeigen auch die rund 50’000 in Italien wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer und die rund 500’000 italienischen Staatsbürgerinnen und -bürger in der Schweiz.
Bern, 4. November 2013 Parlamentsdienste