Unter ihrer Adresse wwww.parlament.ch übertrugen die Parlamentsdienste während der Frühjahrssession erstmals die Verhandlungen von National- und Ständerat in Bild und Ton im Internet. Den Höhepunkt bildete die Uebertragung der Bundesratswahl vom 11. März. Das Interesse aus der Bevölkerung an dieser Dienstleistung war sehr gross - der Start des Testbetriebs von Live+ kann als gelungen bezeichnet werden.

Erstmals haben die Parlamentsdienste die Verhandlungen von National- und Ständerat live im Internet übertragen (Projekt Live+). Bild und Ton wurden ergänzt mit Informationen zu den Rednerinnen und Rednern sowie zum behandelten Geschäft. Letztere Daten stammen aus der parlamentarischen Geschäftsdatenbank "Curia Vista", welche ebenfalls seit dem 1. März im Internet abfragbar ist.

Die neue Dienstleistung stiess in der Bevölkerung auf ein beachtliches Echo. Insgesamt schalteten sich während der dreiwöchigen Session ca. 18'000 Besucher in die Live-Uebertragung ein, wovon knapp 3'000 anlässlich der Bundesratswahl. Dies sind, auch im Vergleich mit ähnlichen Diensten in ausländischen Parlamenten, recht bedeutende Zugriffszahlen.

Die Reaktionen fielen dabei vorwiegend positiv aus. Anlass zur Kritik gaben lediglich die zeitweise Ueberlastung der Server sowie der Umstand, dass Live+ in dieser ersten Testphase nur mit der Zusatzsoftware Media Player, nicht aber mit dem Real Player verfügbar war. Dies hatte zur Folge, dass Benutzer von Macintosh die Uebertragungen nicht mitverfolgen konnten. Leider erlaubte es der Zeitdruck, unter welchem Bild, Ton und Zusatzinformation bereitgestellt werden mussten, nicht, kurzfristig alle Systeme zu berücksichtigen. Ab der Sommersession wird aber auch das Real Player-Format unterstützt werden.

Auch das übrige Angebot auf der Website der Parlamentsdienste (z.Z. ca. 78'000 Seiten) findet bei der Bevölkerung zunehmende Beachtung. Konnten bis Ende Februar durchschnittlich 55'000 Hits (Seitenzugriffe) pro Tag verzeichnet werden, waren es im laufenden Monat 350'000 täglich.

Bern, 19.03.1999    Parlamentsdienste