Die Kommission hat die Motion 23.4078 «Lehrbetriebe entlasten» vorberaten und einstimmig die Änderung des Ständerates angenommen, da sie der Meinung ist, dass den spezifischen Gegebenheiten mit zu allgemeinen Massnahmen nicht Rechnung getragen werden kann. In ihrer neuen Fassung beauftragt die Motion den Bundesrat, zu prüfen, wie die Attraktivität der Berufsbildung für Unternehmen erhöht werden kann. Die Kommission beantragt ihrem Rat somit, die abgeänderte Fassung anzunehmen.

Im Weiteren hat sie sich erneut mit ihrer Ende 2025 eingereichten Motion 25.4414 «Strategie für präventive Weiterbildung und Umschulung bei berufsrelevanten Struktur- und Technologieumbrüchen» befasst. Mit 22 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung hat sie die Änderung des Ständerates angenommen. Dieser hält es für zielführender, die laufenden Arbeiten im Rahmen der interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) zu unterstützen und allfällige Lücken bei den präventiven arbeitsmarktlichen Massnahmen zu identifizieren, als eine nationale Strategie auszuarbeiten. Die Minderheit beantragt die Ablehnung der Motion, da in ihren Augen nicht der Bund dafür zuständig ist, die verlangten Massnahmen umzusetzen. Die Kommission beantragt ihrem Rat mit 17 zu 8 Stimmen, die abgeänderte Motion anzunehmen.

Kommission will Sicherheit von Säuglingsnahrung verbessern

Nachdem sich der Ständerat ohne Gegenantrag für die Motion 26.3411 «Jederzeit sichere Säuglingsnahrung. Prävention und Aufklärung im Fall einer Kontamination gewährleisten» ausgesprochen hat, beantragt die WBK-N nun mit 14 zu 4 Stimmen bei 7 Enthaltungen ebenfalls, die Motion anzunehmen. Ihrer Meinung nach haben die jüngsten Rückrufe von kontaminierter Säuglingsmilch deutlich gemacht, dass Prävention, Informationsübermittlung und Wirksamkeit der Rückrufaktionen verbessert werden müssen. Kritische Stimmen vertraten die Meinung, dass das geltende Recht bereits die nötigen Instrumente bietet und in erster Linie deren ordnungsgemässe Anwendung sichergestellt werden muss.

Die Kommission hat am 22./23. Oktober 2026 unter dem Vorsitz von Roman Hug (V, GR) in Bern getagt.

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