​Die 1967 gegründete Parlamentarische Versammlung der Frankophonie (APF – Assemblée parlementaire de la Francophonie, ehemals Assemblée internationale des parlementaires de langue française) versteht sich als Spiegel und Zeuge der Vielvölkerkultur in der Frankophonie.

Die APF ist das Konsultativorgan der Entscheidungsgremien der Frankophonie, d.h. der Konferenz der Staats- und Regierungspräsidenten der Frankophonieländer, der Ministerkonferenz und des Ständigen Rates der Frankophonie. 

 

Tätigkeitsfelder

Die APF ist das demokratische Bindeglied zwischen den Institutionen und Völkern des französischsprachigen Raums. Sie bietet eine Plattform für Debatten und Vorschläge zu Themen von allgemeinem Interesse ihrer Mitglieder; dazu gehören u.a. die Förderung und Wahrung der Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit, die Achtung der Menschenrechte, die internationale Ausstrahlung der französischen Sprache und die Kulturvielfalt. 

Die APF setzt sich vor allem auseinander mit den politischen Rechten und Freiheiten, dem Themenkreis Parlamente und Kommunikation, mit dem frankophonen Wirtschaftsraum, der dezentralen Zusammenarbeit wie auch mit Bildungsfragen, den Schranken der Wissensverbreitung in französischsprachigen Ländern oder der Stellung des Französischen in den internationalen Organisationen. 

Schliesslich setzt sich die APF ein für Aktivitäten im Bereich der interparlamentarischen Zusammenarbeit und zur Förderung der Demokratie. 

 

Arbeitsweise

Die APF ist überregional und regional (Europa, Amerika, Afrika, Asien) tätig. Überregionales Organ ist die Generalversammlung, welche einmal jährlich jeweils im Juli tagt und Traktanden behandelt, die in einer der vier Kommissionen vorbereitet wurden (Politische Kommission; Kommission für Bildung, Kommunikation und Kultur; Kommission für parlamentarische Fragen; Kommission für Zusammenarbeit und Entwicklung). Die Kommissionen tagen zwischen den Generalversammlungen jeweils auf Einladung der Mitglieder in verschiedenen Ländern. 

Die Versammlung der Region Europa findet jeweils Ende Jahr statt. 

Die APF verabschiedet Resolutionen zu politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Themen, welche die Frankophonie betreffen. Zudem verabschiedet sie Stellungnahmen und Empfehlungen zu Handen der Staats- und Regierungschefs der Frankophonieländer. 

 

Zusammensetzung

In der APF vertreten sind 83 Parlamente oder interparlamentarische Organisationen aller fünf Kontinente mit Mitgliedersektionen (51 Länder), 15 sogenannten assoziativen Sektionen wie Albanien, Rumänien oder das Wallis sowie den Parlamenten mit Beobachterstatus (Bosnien und Herzegowina, Katalonien, Louisiana) oder dem Panafrikanischen Parlament (17). 

Die APF ist beträchtlich gewachsen, seit ab den frühen Neunzigerjahren die Parlamente von Ländern aufgenommen werden, die sich im Übergangsprozess befinden. Diese Vitalität zeugt von der sowohl politischen als auch kulturellen Attraktivität, welche die APF weltweit auf die französischsprachige Gemeinschaft ausübt.