Traditionellerweise unternimmt eine Delegation der Aussenpolitischen Kommission des Ständerates einmal jährlich eine Informationsreise ins Ausland, abwechselnd innerhalb Europas und ausserhalb. Nach der letztjährigen Reise nach Dänemark und Norwegen wird eine Delegation von fünf Mitgliedern der APK-S von heute bis Samstag in Argentinien und Uruguay verweilen.
Die beiden Länder Argentinien und Uruguay sind wichtige Mitglieder des gemeinsamen Marktes in Südamerika (Mercosur). Die EFTA-Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und die Mercosur-Staaten haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen nach acht Jahren und 14 Verhandlungsrunden im Juli 2025 abgeschlossen und dieses am 16. September in Rio de Janeiro unterzeichnet. Nun steht der interne Genehmigungsprozess in den jeweiligen Ländern an. Die Aussenpolitischen Kommissionen werden im Schweizer Parlament für dieses Dossier zuständig sein. Die Delegation möchte sich bei der Reise hierzu vertieft informieren und sich mit Parlamentsvertreterinnen und -vertretern vor Ort austauschen.
Das Programm in Argentinien (Buenos Aires) und in Uruguay (Nueva Helvecia und Montevideo) bietet darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten für den Austausch mit politischen und wirtschaftlichen Vertreterinnen und Vertretern über die bilateralen Beziehungen mit diesen Ländern sowie über die politische und wirtschaftliche Lage in beiden Staaten. In Argentinien haben kürzlich Parlamentswahlen stattgefunden, und das politische Handeln von Präsident Milei stösst auch in der Schweiz auf besonderes Interesse. Die Delegation trifft zudem lokale Organisationen der Auslandschweizergemeinschaft und Institutionen, die sich für die Pflege der Kontakte einsetzen. Die Geschichte der Schweizer Emigration ist ein wichtiges Element der Beziehungen zu beiden Ländern, welches die Delegation hervorheben wird.
Die Delegation unter dem Vorsitz von Kommissionspräsidenten und Ständerat Marco Chiesa (SVP, TI) setzt sich aus Ständerätin Tiana Moser (GLP, ZH) sowie den Ständeräten Carlo Sommaruga (SP, GE), Daniel Jositsch (SP, ZH) und Beat Rieder (Die Mitte, VS) zusammen.