Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-S) hat sich mit der Spitze der SBB zur Sicherheit im Bahnverkehr und weiteren strategischen Fragen ausgetauscht.
Sie ist zudem nach wie vor der Meinung, dass die Produktionsstandorte der SRG nicht auf Gesetzesstufe festgeschrieben werden sollen. Sie beantragt daher, fünf parlamentarischen Initiativen aus dem Nationalrat sowie einer kantonalen Initiative zu den SRG-Standorten keine Folge zu geben.

​Die Kommission führte mit den Verantwortlichen der SBB und des UVEK eine Aussprache zu Fragen der Betriebssicherheit, der Sicherheit von Kundinnen/Kunden und Mitarbeitenden. Ebenfalls Thema waren die Pünktlichkeit, der Unterhalt der Infrastruktur, die Entwicklung von SBB Cargo, insbesondere was die Neuorganisation des Netzes der Bedienpunkte anbelangt, und der internationale Personenverkehr. Alle Beteiligten betonen, dass die Sicherheit der Reisenden und der Mitarbeitenden im Bahnverkehr oberste Priorität geniessen soll.

Bereits im April befasste sich die Kommission mit den Produktionsstandorten der SRG und dem geplanten Umzug eines Teils des Radiostudios von Bern nach Zürich. Sie beantragte damals mit 12 zu 1 Stimmen, der Pa.Iv. Vonlanthen. Vielfalt statt Konzentration. Sicherstellen einer dezentralen Programmproduktion durch die SRG (18.449) keine Folge zu geben. Im Ständerat wurde die Initiative dann zurückgezogen. Der Nationalrat hingegen hat in der Sommersession fünf gleichlautenden Initiativen – entgegen dem Antrag seiner KVF – mit 120 zu 54 Stimmen bei 10 Enthaltungen Folge gegeben. Nach der Beratung der Parlamentarischen Initiativen im Nationalrat hat die SRG verlauten lassen, sie werde bestimmte Sendungsgefässe in Bern belassen (Echo der Zeit, Rendez-vous). Die Umsetzung der Audiostrategie führt somit zu Änderungen beim Teilumzug des Radiostudios Bern. Deshalb liess sich die KVF-S in einer Aussprache mit der SRG über den Stand der Umsetzung informieren. Die Kommission ist weiterhin der Auffassung, dass es nicht Aufgabe des Gesetzgebers ist, die strategischen Entscheide der SRG zu hinterfragen. Sie beantragt daher ihrem Rat mit 11 zu 1 Stimmen die fünf parlamentarischen Initiativen aus dem Nationalrat Vielfalt statt Konzentration. Sicherstellen einer dezentralen Programmproduktion durch die SRG (18.448, 18.450, 18.451, 18.456, 18.457) nicht zu unterstützen. Weiter beantragt sie einstimmig, auch der kantonalen Initiative Genf. TV-Nachrichtenabteilung soll in Genf bleiben (19.306) keine Folge zu geben.

Ohne Gegenstimmen beantragt die Kommission ihrem Rat eine Motion des Nationalrates Die strafrechtliche Zuständigkeit bei Flugunfällen und schweren Vorfällen neu an den Bund übertragen (18.3700) anzunehmen.

Ebenfalls ohne Gegenstimme befürwortet die KVF die Motion Nationalrat (Candinas). Freiwillige digitale Vignette (18.3701).

Ausserdem beantragt die Kommission ihrem Rat mit 6 zu 3 Stimmen die Motion Nationalrat (Fraktion GL). Grüne Zonen für Elektrofahrzeuge (17.4040) anzunehmen.