Milan Brglez wurde am 1. August 2014 zum Präsidenten des slowenischen Parlaments gewählt. Der promovierte Sozialwissenschaftler hatte bis 2014 an seiner Alma Mater, der Universität Ljubljana, den Lehrstuhl für Internationale Beziehungen inne.
Seit seiner Wahl ins slowenische Parlament präsidiert Milan Brglez dessen grosse Kammer, die sich aus 90 Abgeordneten zusammensetzt, darunter ein Drittel Frauen.
Im Rahmen ihres Besuchs hatten Milan Brglez und seine Delegation Unterredungen mit Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Claude Hêche. Auch hatte die Delegation Gelegenheit, mit Yves Rossier, Staatssekretär des EDA, und Alexander Tschäppät, Nationalrat und Berner Stadtpräsident, Gespräche zu führen.
Bilaterale Beziehungen zwischen der Schweiz und Slowenien
Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Slowenien erfolgt namentlich über die Europäische Union, von welcher Slowenien Mitglied ist. In den Gesprächen wurde betont, dass die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern intensiviert werden sollen, namentlich auf parlamentarischer Ebene.
Die Schweiz und Slowenien arbeiten im Bereich der Wirtschaft, des Naturschutzes und der Kultur bereits eng zusammen. Es wäre allerdings wünschenswert, diese Zusammenarbeit weiter zu verstärken. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass die beiden Länder Mitglieder der Alpenkonvention sind und die Beziehungen sowie das gegenseitige Verständnis auch in diesem Rahmen pflegen.
Schliesslich gratulierte der slowenische Parlamentspräsident der Schweiz zu ihrer Vermittlerrolle, mit der sie den Frieden und die Menschenrechte fördere. Slowenien, das sich nach dem Zusammenbruch des Sowjetregimes noch im Transitionsprozess befinde, schätze insbesondere die Präsenz und die Unterstützung unseres Landes, beispielsweise über den Kohäsionsfonds für Osteuropa, an welchem sich die Schweiz beteiligt.
Interparlamentarische Zusammenarbeit
Das Parlament stellt eine Möglichkeit dar, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zusätzlich zu vertiefen. Die Schweiz und Slowenien arbeiten in verschiedenen internationalen Organisationen zusammen, so in der Interparlamentarischen Union (IPU), im Europarat oder in der COSAC (Konferenz der Ausschüsse für Gemeinschafts- und Europaangelegenheiten der nationalen Parlamente in der Europäischen Union), in welcher die Schweiz seit 2014 Beobachterstatus hat.
Der slowenische Parlamentspräsident betonte jedoch, dass auch die direkten interparlamentarischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wichtig sind, eine Einschätzung, die von seinen Schweizer Amtskollegen geteilt wurde.