Der langjährige Berner Stadtpräsident und amtierende Nationalrat Alexander Tschäppät erlag mit 66 Jahren einem Krebsleiden. Alexander Tschäppät studierte Rechtswissenschaft und wurde Fürsprecher. Er war von 1982 bis 2000 Gerichtspräsident in Bern, daneben von 1993 bis 2005 Präsident des Schweizerischen Kaufmännischen Verbands. Von 1979 bis 1991 gehörte er dem stadtbernischen Parlament an.
2001 wurde er in die Stadtregierung gewählt. Dort übernahm er zunächst die Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau. 2004 folgte die Wahl zum Stadtpräsidenten. Das Amt hatte er bis 2016 inne. Alexander Tschäppät setzte sich besonders mit Fragen der Stadtentwicklung, Kultur, Bildung und Chancengleichheit auseinander. Zu den Projekten, an denen er massgeblich beteiligt war, zählen der neugestaltete Bundesplatz, der 2007/2008 umgebaute Bahnhofplatz, das Zentrum Westside und das Tram Bern-West.
Tschäppät war von 1991 bis 2003 ein erstes Mal Mitglied des Nationalrats. 2011 verpasste er die Wiederwahl und konnte erst nachrutschen als sein Bieler Parteikollege Hans Stöckli in den Ständerat wechselte. Bis zu seinem Tod war Tschäppät Mitglied der Grossen Kammer.