Es gilt das gesprochene Wort / la version orale fait foi

 

Liebe junge Berufsleute, liebe Bau- und Möbelschreiner

Le bois est un matériau noble et il ouvre des possibilités presque infinies aux jeunes artisans novateurs que vous êtes. Le bois est éternel et vos magnifiques réalisations témoigneront votre vie durant de votre talent et de votre amour pour votre profession.

Le don et la passion ne suffisent cependant pas à faire un bon menuisier-ébéniste. Cette profession aux multiples facettes exige aussi une grande précision, de hautes compétences techniques, une vision en trois dimensions, de la créativité et la capacité à travailler en équipe. Si vous êtes parvenus en finale de ce concours professionnel, c’est que vous êtes pourvus de toutes ces qualités et que vous savez en tirer profit.

Chers maîtres d’apprentissage, chères familles,
Mesdames et Messieurs,

Les artisans hors du commun que nous fêtons aujourd’hui font la renommée de la formation professionnelle suisse. Notre système dual accouche de professionnels compétents capables de produire de la qualité.

C’est un bon point de départ. Mais pour contrer la concurrence – j’entends par là la concurrence internationale et plus particulièrement celle d’un géant suédois -, la qualité ne suffit pas. Le maître-mot aujourd’hui dans votre branche comme dans l’ensemble de l’économie suisse est l’innovation. C’est la seule arme pour lutter sur le marché mondial. Et cela d’autant plus durant la période économique difficile que nous vivons. La Suisse ne peut pas rivaliser avec les produits de masse. Elle doit donc miser sur de petites productions offrant une plus-value exceptionnelle.

Liebe junge Berufsleute

Mit Ihrer Teilnahme an dieser Meisterschaft haben sie gezeigt, dass Sie eine hervorragende Basisausbildung genossen haben. Unser Berufsbildungssystem, dessen Wert dank der Fachhochschulen gestiegen ist, muss doch weiter entwickelt werden, um die Herausforderung des wirtschaftlichen Wandels zu bewältigen.
Aber warum ist das duale System so wichtig? Weil es heute nachweisbar ist, dass Länder mit einem stark ausgebauten Lehrlingswesen tiefere Arbeitslosenzahlen haben als Länder ohne Betriebslehre. Dies hat der abgetretene Preisüberwacher und frühere Nationalrat Rudolf Strahm in seinem aktuellsten Buch eindrücklich belegt. Die Berufsbildung ist also eine wichtige Wohlstandsquelle und die wirksamste wirtschaftspolitische Strategie, mit der sich ein Hochlohnland wie die Schweiz in der Globalisierung wirtschaftlich behaupten kann.

Das, was Sie sich in den Lehrjahren angeeignet haben, ist nicht nur Wissen, sondern sind auch Anleitungen zur Problemlösung. Doch Strategien, die Sie heute erarbeiten, sind morgen bereits überholt. Deshalb ist es wichtig, täglich dazulernen. Sich weiterzubilden, sich mit Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz auszutauschen sowie das Gelernte weiterzuentwickeln.

Wie Sie es vielleicht haben Volk und Kantone 2006 einen wichtigen 2006 Verfassungsartikel angenommen. Danach erlässt der Bund Vorschriften über Studienstufen und deren Übergängen über Weiterbildung und über die Anerkennung von Institutionen und Abschlüssen. Die Politik kann das duale System heute schon fördern, indem sie den Übergang zur Fachhochschule fördern und die Koordination zwischen Fachhochschule und Universitäten verwirklichen.

Der Verfassungsartikel stellt auch die Basis des zukünftigen Gesetzes über die Weiterbildung dar, das in Vorbereitung ist. Der Bund, die Kantone, die Arbeitgeber und Arbeitnehmerverbände müssen sich koordinieren um durch Zertifizierung eine bessere Qualität und die nötige Transparenz zu erreichen.

Denn wenn wir das lebenslange Lernen propagieren, müssen wir auch die Rahmenbedingungen verbessern. So soll zum Beispiel der Zugang zur Weiterbildung bei weniger Qualifizierten erleichtert werden, damit sie nicht aus dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden.

Die berufsorientierte Weiterbildung muss eine Daueraufgabe sein. Sie dient dazu, durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu vertiefen und zu erweitern oder neue berufliche Qualifikationen zu erwerben. Ich rufe Sie auf, nehmen Sie diese Möglichkeiten wahr, nutzen Sie die Angebote.

Liebe Schweizermeister, liebe Mitstreiter

Auch wenn wir noch nicht wissen, wer sie sind – wünsche ich den beiden Siegern für die Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) im September in Calgary alles Gute. Ich bin sicher, es wird für Sie eine wundervolle Erfahrung sein. Sie werden mit Ihrem Können Ihrer Branche alle Ehre machen und viele Konkurrenten beeindrucken, davon bin ich überzeugt. Den anderen sieben Teilnehmern gratuliere ich herzlich zu Ihrer tollen Leistung, Sie gehören zu den Besten des Landes.

Für die berufliche Zukunft wünsche ich allen alles Gute, viel Erfolg und Glück: Die Schweiz braucht Berufsleute wie Sie. Und: Bleiben Sie beruflich immer am Ball, à jour oder up to date.

Ich danke Ihnen.