Biel, Zentralplatz, Feier Frauenplatz
Madame la Présidente, Sehr geehrte Frau Präsidentin
Madame la Conseillère municipale ; Sehr geehrte Frau Gemeinderätin
Mesdames et Messieurs les invités, Liebe Gäste
Chers enfants, Liebe Kinder
Je suis très honorée de fêter ce 8 mars 2013 parmi les « Femmes en réseau de Bienne ». Je suis très heureuse de vous saluer en tant qu’onzième présidente de l’Assemblée fédérale et première citoyenne de notre pays.
En Suisse, même les citoyennes représentent 55% du corps électoral. Elles sont donc plus nombreuses que les citoyens, mais elles continuent d’avoir besoin du soutien des organisations féminines pour faire carrière. Et pas seulement en politique.
Merci, de tout cœur, aux Biennoises qui depuis presque deux décennies mettent leur intelligence, leurs compétences et leur engagement au service du bien commun.
En dédiant un arbre, Bienne reconnaît leur rôle dans la cité. Plus encore, en cette Journée internationale, la ville demande aux Femmes en réseau de continuer leur lutte. Elle le dit joliment à travers ce jeune arbuste qui ne demande qu’à s’enraciner et à croître.
Geschätzte Anwesende
Ich war 9 Jahre alt, als vor 42 Jahren die 11 ersten Frauen in der Schweizer Geschichte als Parlamentarierinnen vereidigt wurden. Dies führte in unserer Familie zu keinen grossen Diskussionen, für meinen Vater, der als einziger darüber entscheiden durfte, war es eine selbstverständliche Sache. Wer wie meine Mutter als Bäuerin so viel mitarbeitete und den Mann ersetzte, wenn er Politik machte!, sollte auch abstimmen, wählen und im Staat mitentscheiden können.
Vor allem im Biolandbau waren die Frauen Pionierinnen und haben die Agrarrevolution in den 80er Jahren vorangetrieben. Sie wünschten sich neue Produktionsweisen, einen der Natur näherliegenden Ansatz. Sie wollten die Fruchtbarkeit des Bodens als Erbe schützen. Sie waren und sind es auch, die den Direktverkauf aufbauen, den Kontakt zu den Konsumentinnen suchen und bis heute auf allen Bauernhöfen massgeblich für Innovationen und Zweiteinkommen zuständig sind.
Doch betrachtet man die Macht-und Besitzverhältnisse, so stellt man fest, dass einzig zwei bis drei Prozent der Betriebe von Frauen geleitet oder besessen werden. Der Vater übergibt seinen Betrieb auch heute noch nur selten seiner Tochter, Witwen übernehmen fast nie den Betrieb ihres Mannes, Ehefrauen sind nur in wenigen Fällen Mitbesitzerinnen oder Mitbewirtschafterinnen. Das ist auch in Südländern nicht anders, obwohl dort vor allem Kleinbäuerinnen für die Ernährung ihrer Familien zuständig sind. Daher verlangt der Weltagrarbericht der UNO und der Weltbank 2008 auch erstmals eindringlich die Stärkung der Frauen in der Landwirtschaft weltweit.
Die traditionelle Rollenverteilung prägt nicht nur die Entwicklung der Landwirtschaft. Sie bringt auch viele Gewerbebetriebe, KMU, Verwaltungsräte, Universitäten sowie die Forschung und das gesamte ökonomische Netzwerk um den Antrieb und die Erfahrungen, das grosse Potential der Frauen. Gerade auf das weibliche Potential können wir am allerwenigsten heute verzichten, wenn wir die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft dringend an die Hand nehmen müssen. Es ist daher unhaltbar, dass an praktisch allen strategisch wichtigen Stellen heute Frauen fehlen!
Und dies obwohl immer mehr junge Frauen sich in Schulen und Berufen, an Fachhochschulen und Hochschulen ausbilden lassen und mehr als die Hälfte der eingereichten Dissertationen verfassen. Obwohl der Anteil der Frauen bei den Studierenden in der Schweiz seit 1990 von unter 40% auf über 50% stieg.
Kompetente, selbstbewusste Berufsfrauen, die Familien haben, deren Partner im Jobsharing ebenso für die gemeinsamen Kinder und den Haushalt da ist, solche Vorbilder brauchen auch unsere Töchter und Söhne dringend.
In diesem Sinne ermuntere ich den „Frauenplatz“ in Biel die Politik und das Leben der Bieler Bevölkerung aktiv weitergestalten. Es gibt noch so viel zu tun, obwohl die Frauenpower auch schon sehr viel erreicht hat in den letzten Jahrzehnten.
Mesdames et Messieurs,
Depuis leur entrée au Parlement, les femmes ont ancré l’égalité dans la constitution, dans les lois sur le mariage, sur le divorce, sur le nom de famille. Elles ont obtenu le congé maternité et la dépénalisation de l’avortement au début de la grossesse.
Et pourtant, nombre de femmes sont toujours discriminées au sein de la famille, dans le système de formation et dans la vie professionnelle. Les mentalités changent mais la répartition archaïque des rôles semble résister contre vents et marées.
La question aujourd’hui est de savoir comment inscrire les lois dans notre quotidien. Comment répercuter dans le marché du travail les nouveaux rapports entre les sexes ?Comment mieux concilier travail familial et le travail professionnel ? Comment réformer les assurances sociales à l’avantage de l’ensemble de la société ?
Les politiques de promotion de la femme n’ont pas encore porté tous leurs fruits. Elles doivent évoluer. Le Fonds national suisse dévoilera de nouvelles pistes d’action à la fin de l’année, lorsque tomberont les premiers résultats du programme de recherche lancé en 2010.
Mais la politique ne peut pas tout. L’égalité a besoin que chacune et chacun s’engage. Le noisetier fleurit en mars. Ce petit arbuste est une promesse. Le printemps de l’égalité va arriver !
Longue vie au Réseau des femmes de Bienne !
Es lebe der Frauenbaum auf dem Frauenplatz in Biel !