Les paroles prononcées font foi.
Sehr geehrter Herr Präsident
Sehr geehrte Damen und Herren
Begrüssung in Italienisch
On ne le répétera jamais assez: ce sont nos compétences et nos connaissances, associées à nos idées et à notre créativité, qui constituent la principale richesse de notre pays. Forts de ce constat, nous avons mené plusieurs chantiers, ces dernières années, dans un but bien précis: maintenir le niveau élevé de l’enseignement, de la formation et de la recherche en Suisse. Je citerais ainsi la réforme des différents degrés scolaires, la mise en place et le développement de nouvelles offres de formations destinées aux professionnels, la mise en œuvre des accords de Bologne – qui s’est traduite par une réforme en profondeur de l’enseignement tertiaire – ou encore l’adoption, en votation populaire, des articles constitutionnels sur la formation. Et n’oublions pas le geste fort du Parlement, qui a décidé que le montant des crédits destinés à la formation et à la recherche devrait être augmenté de 6 pour cent par an. Si nous avons pris toutes ces mesures, c’est que nous sommes conscients que la mondialisation induit aussi une concurrence accrue au niveau des systèmes de formation.
Nous sommes aussi conscients que, si le développement des sciences et techniques nous permet d’enrichir très rapidement notre savoir, il va de pair avec une certaine obsolescence des connaissances. Les compétences qui étaient encore importantes et reconnues il y a peu ont ainsi tendance à tomber en désuétude. Il s’agit là d’un processus perpétuel: gardons en effet à l’esprit que les stratégies élaborées aujourd’hui seront dépassées demain. D’où la nécessité non seulement d’acquérir des connaissances mais aussi de chercher à les approfondir et à les actualiser. Comme le disait l’homme d’Etat américain Benjamin Franklin, qui était aussi un grand scientifique, «Un investissement dans le savoir paie toujours les meilleurs intérêts». Cette remarque pleine de bon sens constitue un plaidoyer pour la formation tout au long de la vie – une question qui, vous l’aurez compris, n’est pas nouvelle mais dont l’importance va croissant. Puisque nous nous targuons aujourd’hui d’être une société de la connaissance, nous devons faire en sorte que la formation continue devienne la norme. Et si nous voulons sérieusement institutionnaliser l’apprentissage tout au long de la vie, nous devons veiller à l’inscrire dans un cadre juridique organisé, faute de quoi il n’ira pas au-delà de la simple rhétorique politique. L’objectif doit donc être de permettre à chacun d’avoir accès à la formation continue pour pouvoir jouer un rôle actif au sein de la société.
Cela fait trois ans et demi déjà que les articles constitutionnels sur la formation ont été adoptés en votation populaire. Trois ans et demi que la Confédération a reçu le mandat de réglementer dans une loi-cadre tant la formation continue générale que celle effectuée à des fins professionnelles. En effet, l’art. 64a de la Constitution prévoit que «la Confédération fixe les principes applicables à la formation continue», qu’«elle peut encourager la formation continue», et que «la loi fixe les domaines et les critères.» Il semble toutefois que le Conseil fédéral a du mal à remplir le mandat qui lui a été assigné. Tout avait pourtant bien commencé: le gouvernement avait même chargé le Département fédéral de l’intérieur et le Département fédéral de l’économie de dresser un Etat des lieux de la politique en matière de formation continue, sur la base duquel il entendait élaborer la loi-cadre correspondante. En mars dernier, les départements concernés ont rendu leur rapport, qui soulignait la nécessité de prendre des mesures dans ce domaine et proposait des solutions adéquates. Mais si le Conseil fédéral a bien pris acte de ce document, il a décidé – pour des raisons peu vraisemblables et peu compréhensibles – de ne pas le publier; il a même mis sur pied un groupe de travail, qu’il a chargé de rédiger un nouveau rapport. Ainsi, douze ans après les premières tentatives du Parlement de légiférer dans ce domaine, l’entrée en vigueur de la loi fédérale sur la formation continue est – une nouvelle fois – reportée aux calendes grecques.
Meine Damen und Herren
Der Status quo ist alles andere als befriedigend, und ich bin überzeugt davon, dass die recht kritische und verworrene Situation der Weiterbildung für das Wachstum der Schweiz ein Hindernis darstellt. Ich werde Ihnen einige Probleme nennen, die auch in diversen Studien - unter anderem eine der OECD - aufgeführt werden: Das Bildungsangebot in der Schweiz ist sehr vielfältig - was eigentlich positiv wäre. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern verzeichnet die Schweiz aber mit etwa 38 Prozent eine ziemlich schwache Beteiligung an der Weiterbildung und dies mit deutlichen Ungleichheiten zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftskategorien, den Geschlechtern, den Generationen sowie zwischen den Kultur- und Sprachregionen. Auf den Punkt gebracht heißt dies: In der Regel bilden sich vor allem jüngere, hoch qualifizierte Deutschweizer Männer weiter. Für alle anderen ist der Zugang erschwert.
Die Weiterbildung in der Schweiz leidet aber auch unter einem undurchsichtigen Finanzierungssystem. Die Folge davon ist ein schlecht koordinierter, viel zu wenig überblick- und durchschaubarer Markt. Es gibt ungenügende gesetzliche Grundlagen, um die Kompetenzen zwischen Bund, Kantone und Gemeinden voneinander abzugrenzen. Und auf Bundesebene ist die Aufgabe, Weiterbildung zu fördern und zu finanzieren sogar auf verschiedene Departements und Bundesämter aufgesplittert. Zudem wird die Weiterbildung in unterschiedlichem Maß gewichtet: Während sich grosse Firmen sehr engagieren, sind die KMU mangels personeller Ressourcen nicht in der Lage, mitzuhalten. Damit erhalten nicht alle Betroffenen den gleichen Zugang zur Weiterbildung. Und das ist ungerecht. Es fehlen ausreichende Statistiken, die zum Erfassen der Situation wichtig wären. Und ausserdem wünschte man sich eine Professionalisierung der Anbieter. Am besten lässt sich aber das Schattendasein der Weiterbildung in der Schweiz aber an einer einzigen Zahl illustrieren: Bund und Kantone geben dafür gerade mal 1,5 Prozent der gesamten Bildungsausgaben aus. Und das, obwohl sie seit Jahren das lebenslange Lernen propagieren.
All die erwähnten Schwachstellen im heutigen System können nun wirklich nicht im Interesse der Schweiz und ihrer Bevölkerung sein. Ein Rahmengesetz ist zu wichtig und zu dringend notwendig, als dass die Arbeiten daran bis auf weiteres aufgeschoben werden können.
Das neue Weiterbildungsgesetz muss eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Es sind übrigens Ideen und Vorschläge, die wir bereits vor einigen Jahren in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates diskutiert haben. Zunächst muss das neue Gesetz alle relevanten Bildungsstufen - universitäre Weiterbildung inklusive - einbeziehen. Ebenso dazu gehören die Erwerbslosenbildung, die Nachholbildung und selbstverständlich auch die Angebote der Volkshochschulen. Damit dies möglich sein kann, müssen wir von einem integralen Weiterbildungsbegriff ausgehen: Es wird nicht mehr wie früher üblich zwischen beruflicher und kultureller Weiterbildung unterschieden. Diese Wertung ist hinfällig. Denn kulturelle und berufsorientierte Weiterbildung sind gleichwertig. Gute Bildung soll nicht in erster Linie von gesellschaftlichen Bedürfnissen oder den Anforderungen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes ausgehen. Zuallererst hilft gute Bildung, das zu entwickeln, was in jedem einzelnen steckt. Mit dem neuen Gesetz müssen deshalb Qualitätssiegel eingeführt werden. Zertifizierte Angebote sind nicht nur wichtig für alle, die sich ausbilden wollen, sondern auch für die politische Behörde, die spezifische und gezielte Formen der Weiterbildung unterstützen. Eine weitere Aufgabe des Gesetzes besteht darin, alle Mitbeteiligten zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zu bringen: Bund, Kantone, Gemeinden, private Institutionen und private Anbieter. Kurzum: Analog zum Vorschlag für die Bildung des Tertiärbereichs muss ein qualitativ ausgezeichnetes, transparentes Weiterbildungssystem umgesetzt werden, das, mittels gesamtschweizerische Annerkennungs- und Validierungssystemen von Bildungsleistungen, Zeugnissen der erworbenen Kompetenzen und allgemein gültigen Zertifikaten die Mobilität gewährleistet.
Meine Damen und Herren
Ein Weiterbildungsgesetz ist letztlich auch eine Anerkennung an all die Anbieter, die seit Jahren sozusagen im „gesetzlosen Raum“ Gutes tun: Wenn vom Wissensstandort Schweiz gesprochen wird, wird dies ja meistens im Zusammenhang mit kantonalen oder nationalen Bildungsstätten getan und es der richtige Moment, auf die Leistungen der Schweizerischen Volkshochschulen hinzuweisen. Denn sie leisten Vorbildliches seit mehreren Jahrzehnten. Sie stehen allen – über welchen Bildungsrucksack sie auch immer verfügen – offen und ermöglichen dank dem grossen und vielseitigen Angebot an Kursen und Lehrgängen einen wichtigen Beitrag an das Bildungsniveau der Schweiz. Volkshochschulen sind eine Drehscheibe des Wissens, sie bringen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern voran und sind dementsprechend wichtig für unser Land. Dafür möchte ich Ihnen allen danken. Und ich bin überzeugt, dass ein Weiterbildungsgesetz ihre Position im Weiterbildungsmarkt stärken wird.
Die Europäische Union hat ihr Programme zur Erwachsenenbildung „Grundtvig“ genannt. Namensgeber ist der dänische Theologe und Pädagoge Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, der als Begründer der Volkshochschule gilt und dem lebenslangen Lernen wichtige Impulse gegeben hat. Ich glaube, dass diese Namensgebung sehr viel über die Rolle und die Bedeutung der Volkshochschulen im Bildungsbereich aussagt.
Ich wünsche Ihnen eine anregende, interessante Generalversammlung.