Bern (sda) Das Impulsprogramm für Kinderkrippen soll vom Bund auch in den zweiten vier Jahren mit 200 Millionen Franken alimentiert werden. Mit 15 zu 8 Stimmen widersetzt sich die Sozialkommission (SGK) des Nationalrates einer Kürzung auf 60 Millionen.

Nach Ansicht des Bundesrates und der SGK-Minderheit reichen für die zweite Halbzeit des Krippenprogramms 60 Millionen aus, weil es gar nicht genügend Projekte geben wird. Bereits in den ersten vier Jahren seien schliesslich nur 107 der vom Parlament bewilligten 200 Millionen beansprucht worden.

Durchsetzen konnte sich in der SGK aber Thérèse Meyer (CVP/FR). Es wäre schlecht, wenn Gesuche mangels Geld abgelehnt werden müssten, sagte sie am Freitag vor den Medien. Weitere Projekte seien vor allem aus peripheren Regionen zu erwarten, die zu Beginn des Programms im Gegensatz zu den grossen Städten noch nicht bereit gewesen seien.

Nicht benötigte Mittel würden laut Meyer wie schon in der ersten Vierjahresperiode einfach verfallen. Für die Weiterführung des Programms mit 200 Millionen hatten dieser Tage auch die Eidg. Kommission für Frauenfragen (EKF) und der Vorstand der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren plädiert.

Mit den bis Ende Ende Januar 2006 bewilligten Gesuchen konnten gut 7600 Plätze der familienexternen Kinderbetreuung geschaffen werden. In einem Jahr dürften es etwa 13 400 sein.