Gesundheit

Der Bundesrat muss prüfen, wie die Blutstammzellenspende in der Schweizer Armee gefördert werden könnte. Der Nationalrat überwies ein entsprechende Postulat des ehemaligen Nationalrats Christophe Darbellay (CVP/VS) mit 110 zu 68 Stimmen bei 11 Enthaltungen an den Bundesrat.In der Schweiz erkranken jedes Jahr durchschnittlich 1000 Personen an Leukämie oder einer anderen lebensbedrohenden Blutkrankheit, wie Viola Amherd (CVP/VS) sagte, die das Postulat von Darbellay übernommen hatte. Für viele dieser kranken Personen sei eine Stammzellentransplantation die einzige Überlebenschance.Je umfassender das entsprechende Spendenregister sei, desto grösser sei die Chance für die Kranken, einen geeigneten Spender zu finden. Die Milizsoldaten seien die perfekt geeigneten Kandidaten, um das Register zu erweitern, hatte Darbellay argumentiert.Der Bundesrat hatte sich gegen das Postulat gestellt. Eine wesentliche Verbesserung der Stammzellenspende durch die Armee könne nur mit einem Obligatorium erreicht werden. Ein solches würde aber laut Bundesrat das Grundrecht der persönlichen Freiheit und den Anspruch auf Datenschutz tangieren. Auch gebe es für ein Obligatorium keine gesetzliche Grundlage, sagte Verteidigungsminister Guy Parmelin.