Verkehr

Mit dem Bevölkerungswachstum nimmt in der Schweiz der Verkehr zu, und mit dem Verkehr der Stau. Dennoch soll der Verkehrsengpass auf der Autobahn A6 zwischen Bern-Wankdorf und Muri nicht vorzeitig beseitigt werden, und auch der Abschnitt der A1 zwischen Aarau Ost und Birrfeld im Kanton Aargau soll nicht früher als vorgesehen auf sechs Spuren ausgebaut werden.Der Nationalrat ist am Donnerstag dem Ständerat gefolgt und hat zwei entsprechende Standesinitiativen der Kantone Bern und Aargau mit 90 zu 75 Stimmen respektive 93 zu 69 Stimmen abgelehnt.Die beiden Strassenabschnitte würden wie alle anderen Engpässe im Rahmen des strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen behandelt, sagte Martin Candinas (CVP/GR) im Namen der Kommission. Gewisse Strecken auszuklammern und separat zu diskutieren sei nicht vorgesehen. Die beiden Engpässe gehörten beide zum Modul 3 des Engpassbeseitigungsprogramms, dessen Zeithorizont bis 2040 reicht.Der Grosse Rat des Kantons Aargau hatte die Bundesversammlung ersucht, dafür zu sorgen, dass die Nationalstrasse A1 zwischen Aarau Ost bis Birrfeld bereits bis ins Jahr 2030 auf sechs Spuren ausgebaut werde. Der Kanton Bern forderte dasselbe für den Abschnitt der A6 zwischen Bern-Wankdorf und Muri. Dort stauten sich die Fahrzeuge täglich in beiden Richtungen; der Engpass im Osten Berns habe weiträumige Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in Richtung Berner Oberland und Wallis.Mit dem Nein der beiden Kammern sind die Standesinitiativen gescheitert.