(sda) Die Schweiz soll sich an der zweiten Kapitalerhöhung der Interamerikanischen Investitionsgesellschaft beteiligen. Der Nationalrat hat am Mittwoch als Erstrat einem Verpflichtungskredit von 21,7 Millionen Franken zugestimmt, mit 171 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Der Betrag von 21,7 Millionen Franken ist in sieben Tranchen zwischen 2016 und 2022 zu bezahlen. Die Kapitalerhöhung erfolgt im Rahmen einer Reform der Interamerikanischen Entwicklungsbank-Gruppe (IDB). Damit werden die Aktivitäten der Bank zur Förderung des Privatsektors in Lateinamerika ausgebaut.

Die Ausgaben könne sich die Schweiz als Entwicklungshilfe anrechnen lassen, sagte Claudia Friedl (SP/SG) im Namen der vorberatenden Kommission. Die Schweiz sichere sich mit der Beteiligung an der Kapitalerhöhung ihre Mitbestimmungsrechte.

Die Interamerikanische Entwicklungsbank-Gruppe ist laut Bundesrat die wichtigste internationale Finanzinstitution in der Region Lateinamerika und Karibik. Dort gewährt sie dem öffentlichen und privaten Sektor Finanzierungen.

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagte, die IDB-Gruppe sei eine der wichtigsten Entwicklungspartnerorganisationen der Schweiz. Die Stärkung des Privatsektors sei auch im Interesse der Schweizer Wirtschaft.