(sda) Die italienischsprachige Schweiz soll in der Beschaffungskonferenz des Bundes ständig vertreten sein. Dies fordert der Nationalrat mit einer Motion des Tessiner CVP-Nationalrats Marco Romano. Einverstanden zeigt sich auch der Bundesrat.

Romano verspricht sich davon einen stärkeren Fokus auf den regionalen Aspekt im öffentlichen Beschaffungswesen. Gleichzeitig könnte die Präsenz des italienischsprachigen Landesteils garantiert werden, sagte Romano.

Bundesrat Ueli Maurer sprach von übergeordneten Interessen. Es gelte, Rücksicht zu nehmen auf die Minderheiten in der Schweiz.

Christian Imark (SVP/SO) argumentierte, in die Beschaffungskonferenz würden nur strategische fachspezialisierte Entscheidungsträger delegiert. Das öffentliche Beschaffungswesen lasse deshalb keinen Spielraum für regionale Aspekte zu.

Im Nationalrat fand Imark kein Gehör. Der Rat hiess die Motion mit 124 zu 52 Stimmen bei 7 Enthaltungen gut. Nun muss der Ständerat über den Vorstoss befinden.