(sda) Armeeangehörige sollen künftig ein Arbeitszeugnis für die geleisteten Dienste erhalten. Damit will der Nationalrat die Vereinbarkeit von Beruf und Militärdienst verbessern.

Er hat am Dienstag eine Motion des früheren Nationalrats und heutigen Ständerats Andrea Caroni (FDP/AR) mit 114 zu 71 Stimmen angenommen. In der Armee erworbene Qualifikationen seien im zivilen Arbeitsleben nützlich, argumentierte Corina Eichenberger (FDP/AG). Damit diese genutzt werden könnten, brauche es Arbeitszeugnisse. Eichenberger erinnerte auch daran, dass Zivildienstleistende schon heute ein solches erhielten.

Der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen. Verteidigungsminister Guy Parmelin erinnerte daran, dass auch Militärdienstleistende einen Leistungsnachweis über besondere im Militär erlernte Fähigkeit verlangen könnten. Der Aufwand für die Umsetzung der Motion würde aber in keinem Verhältnis stehen zu deren Nutzen, sagte er. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat.