(sda) Die Schweiz kann sich an der zweiten Kapitalerhöhung der Interamerikanischen Investitionsgesellschaft beteiligen. Der Ständerat hat am Dienstag als Zweitrat einem Verpflichtungskredit von 21,7 Millionen Franken zugestimmt, mit 43 zu 0 Stimmen.

Der Betrag ist in sieben Tranchen zwischen 2016 und 2022 zu bezahlen. Die Kapitalerhöhung erfolgt im Rahmen einer Reform der Interamerikanischen Entwicklungsbank-Gruppe (IDB). Damit werden die Aktivitäten der Bank zur Förderung des Privatsektors in Lateinamerika ausgebaut.

Die Interamerikanische Investitionsgesellschaft gehört zur Interamerikanische Entwicklungsbank-Gruppe. Diese ist laut Bundesrat die wichtigste internationale Finanzinstitution in der Region Lateinamerika und Karibik. Dort gewährt sie dem öffentlichen und privaten Sektor Finanzierungen.

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagte im Rat, die Stärkung des Privatsektors sei auch im Interesse der Schweizer Wirtschaft und sie sei ein wesentlicher Bestandteil der Schweizer Entwicklungshilfe. Es gehe um die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Das Schweizer Engagement sei nicht uneigennützig, räumte Schneider-Ammann ein. Schweizer Firmen verdienten an den Aufträge der Investitionsgesellschaft und der gesamten Interamerikanischen Entwicklungsbank-Gruppe.