(sda) Wer ein schwerkrankes oder schwerbehindertes Kind zu Hause pflegt, soll mehr Geld erhalten. Das hatte die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) vorgeschlagen. Der Bundesrat zeigte sich einverstanden, hatte jedoch einen Einwand. Diesen will die Kommission berücksichtigen.

Heute erhalten Familien, die schwerkranke oder schwerbehinderte Kinder zu Hause pflegen und betreuen, monatlich zwischen 470 und 1410 Franken. Der Intensivpflegezuschlag (IPZ) soll nun erhöht werden. Je nach Pflegebedarf sollen die Familien künftig zwischen 940 und 2350 Franken erhalten.

Ursprünglich hatte die Kommission darüber hinaus vorgeschlagen, dass der IPZ nicht vom Assistenzbeitrags abgezogen wird. Der Bundesrat lehnte das ab. Aus seiner Sicht würde diese Regelung zu einer Doppelentschädigung führen.

Die Kommission beantragt dem Nationalrat nun, dem Bundesrat zu folgen und auf diese Bestimmung zu verzichten. Eine Minderheit will daran festhalten, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die geplante Änderung geht auf eine parlamentarische Initiative des ehemaligen Berner SVP-Nationalrats Rudolf Joder zurück.