(sda) Jugendorganisationen wie Pfadi, Jungwacht oder Blauring sollen nicht bevorzugt behandelt werden, wenn ungenutzte Schiess- und Übungsplätze der Armee zu vergeben sind. Die vorberatende Ständeratskommission hat sich einstimmig gegen eine Motion aus dem Nationalrat ausgesprochen.

Der Schwyzer CVP-Nationalrat Alois Gmür verlangt, dass Jugendorganisationen ungenutzte Armeeplätze einfacher erwerben können. Die Organisationen hätten immer mehr Mühe, geeignete Zelt- und Lagerplätze zu finden, argumentierte er. Den Nationalrat überzeugte das.

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK) ist nun aber der Ansicht, dass eine Bevorzugung von Jugendorganisationen gegenüber anderen problematisch wäre. Eine Nutzung der ehemaligen Schiessplätze für Zeltlager könnte ausserdem in Konkurrenz zu anderen Interessen wie zum Beispiel jenen des Naturschutzes stehen, teilte die WBK am Montag mit.

Bundesrat Guy Parmelin hatte im Nationalrat daran erinnert, dass die Areale dem bäuerlichen Bodenrecht mit den entsprechenden Beschränkungen unterlägen. Zudem befänden sich die meisten Schiess- und Übungsplätze gar nicht im Eigentum der Armee.