(sda) Der Nationalrat will die Qualitätssicherung im ambulanten Gesundheitsbereich verbessern. Er hat am Mittwoch eine entsprechende Motion von Ruth Humbel (CVP/AG) ohne Gegenstimme angenommen.

Humbel verlangte mit ihrem Vorstoss, dass im ambulanten Bereich verbindliche Massnahmen zur Sicherstellung der Qualität vereinbart werden. Werden die Massnahmen nicht erfüllt, sollte der Tarif reduziert werden.

"Die Qualitätssicherung kommt im ambulanten Bereich nicht voran", sagte Humbel im Rat. Bei der Tarifgenehmigung müsse neben der Wirtschaftlichkeit auch die Qualität geprüft werden. Im heutigen System hätten Leistungserbringer keinen Anreiz, Zeit und Geld in Qualität zu investieren.

Er sei auch der Meinung, dass die Qualität verbessert werden müsse, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Trotzdem sprach sich der Bundesrat mit Verweis auf die Gesundheitsstrategie 2020 gegen den Vorstoss aus. Erst wenn verlässliche Daten für den ambulanten Bereich vorlägen, könnten entsprechende Indikatoren festgelegt werden.