Die FDP-Präsidentin argumentierte, die Regulierungsflut lähme die Wirtschaft. Eine wirkungsvolle Massnahme dagegen wäre eine höhere Hürde für Regulierungen, die zu mehr Personal führten.
Nach Gössis Vorschlag müssten solche Regulierungen künftig mit einem qualifizierten Mehr angenommen werden, also von der Mehrheit der Mitglieder jedes Rates, nicht nur von der Mehrheit der Anwesenden. Das gilt heute bereits für Beschlüsse, die neue einmalige Ausgaben von mehr als 20 Millionen Franken oder neue wiederkehrende Ausgaben von mehr als 2 Millionen Franken nach sich ziehen.
Finanzminister Ueli Maurer stellte sich gegen den Vorstoss. Eine Personalbremse sei keine gute Lösung, befand er. Er wies darauf hin, dass laufend neue Aufgaben auf die Bundesverwaltung zukämen. Das Personal wachse weniger stark. Die Personalkosten machten nur 8 Prozent des Budgets aus, der Anteil sei konstant.
In seiner schriftlichen Antwort auf den Vorstoss hielt der Bundesrat zudem fest, faktisch wirke die Ausgabenbremse schon heute auch als Personalbremse. Der Rat stimmte dem Postulat dennoch zu, mit 106 zu 83 Stimmen bei 1 Enthaltung.