Das schrieb das Verkehrsdepartement in einer Stellungnahme zur Fragestunde im Nationalrat. Infrastrukturbetreiber, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Behörden der Korridorstaaten müssten Lehren aus dem Unterbruch ziehen, hiess es darin.
Neben Ausbauten und technischen Vereinheitlichungen will der Bund auch ein besseres Krisenmanagement und eine Stärkung der Korridororganisationen einfordern. Die Erkenntnisse aus dem Unterbruch bei Rastatt müssten sich auf alle Schienenkorridore erstrecken.
Aus Sicht des Bundes ist trotz des mehrwöchigen Streckenunterbruchs die Versorgung gesichert in der Schweiz. Pflichtlager mussten bisher nicht angezapft werden. Auswirkungen hat der Unterbruch auf den Lastwagen- und Schiffsverkehr; es verkehren seit Auftreten der Störung mehr Lastwagen und auch mehr Schiffe.
Die für den europäischen Bahnverkehr wichtige Nord-Süd-Verbindung ist seit dem 12. August wegen einer Baupanne gesperrt. Damals hatten sich beim Tunnelbau bei Rastatt die Schienen abgesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren. Laut der Deutschen Bahn soll die Rheintalstrecke ab dem 2. Oktober wieder befahrbar sein.