(sda) Die St. Galler FDP-Politikerin Karin Keller-Sutter ist Ständeratspräsidentin. Die kleine Kammer hat die 53-Jährige am Montag mit 43 von 43 gültigen Stimmen gewählt.

Keller-Sutter ist die vierte Frau in diesem Amt. Die letzte Ständeratspräsidentin stammte ebenfalls aus dem Kanton St. Gallen. Es handelte sich um Erika Forster, welche die kleine Kammer im Jahr 2010 präsidierte.

Keller-Sutter sitzt seit 2011 im Ständerat. Vorher war sie Gemeinderätin, Kantonsrätin, kantonale Parteipräsidentin, Regierungsrätin und Präsidentin der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorenkonferenz.

Nationale Bekanntheit erlangte sie 2010 als Bundesratskandidatin. Diese Wahl verlor sie, gewählt wurde damals Johann Schneider-Ammann. Nun steht Keller-Sutter aber für dessen Nachfolge zur Diskussion. Die Ostschweizerin mit Regierungserfahrung hätte im Falle einer Kandidatur gute Chancen.

Als Regierungsrätin hatte sie sich mit einer harten Linie in der Migrations- und Sicherheitspolitik profiliert. Seit ihrer Wahl in den Ständerat stehen Themen der Wirtschafts- und Sozialpolitik im Vordergrund.

Keller-Sutter wurde am 22. Dezember 1963 geboren und besuchte die Schulen in Wil und Neuenburg. Sie ist ausgebildete Konferenzdolmetscherin und absolvierte ein Nachdiplomstudium in Pädagogik. Die neue Ständeratspräsidentin ist verheiratet und wohnt in Wil.