(sda) Der Bundesrat soll die Ausgaben für die Vergabe von externen Beratungsmandaten in den nächsten fünf Jahren jährlich um 8 Prozent reduzieren. Dieser Meinung ist der Nationalrat. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Hans-Ulrich Bigler (FDP/ZH) angenommen.

Der Entscheid fiel mit 106 zu 85 Stimmen. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat. Dieser hatte vor einem Jahr eine ähnlich lautende Motion abgelehnt.

Bigler verlangt neben Kostenreduktion und der "verwaltungsinternen Effizienzerhöhung", die Kosten der externen Mandate nach Departementen transparent auszuweisen. Weiter will er Richtlinien verankern, wie das Wissen im Normalfall in der Bundesverwaltung gesichert werden kann und welches Wissen im Ausnahmefall durch die Mandatierung Externer zu generieren ist.

Er argumentiert mit den kontinuierlich steigenden Kosten für externe Beratungen der Bundesverwaltung. "Die Heranziehung externer Mitarbeitender hat bei einigen Bundesämtern überhandgenommen."

Maurer befürchtet "bedeutende Probleme"

Finanzminister Ueli Maurer verteidigte derweil den Einsatz von externen Dienstleistern. "In der Regel erfüllt die Bundesverwaltung ihre Aufgaben mit eigenem Personal." In Einzelfällen sei es aber sinnvoll und wirtschaftlich, kurzfristig auf externes Wissen zurückzugreifen - "etwa, wenn es darum geht, Arbeitsspitzen zu brechen".

Die in der Motion geforderte jährliche Reduktion der Beratungsausgaben um 8 Prozent über die nächsten fünf Jahre würde die Bundesverwaltung laut Maurer vor "bedeutende Probleme" stellen und die Aufgabenerfüllung erschweren. Das Anliegen, mehr Transparenz herzustellen, sei zudem schon erfüllt, sagte Maurer. Einer bürgerlichen Mehrheit reichten diese Angaben nicht.