Die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala hatte sich bereits letztes Jahr beim Bundesrat über Art und Anzahl kirchlicher Stiftungen und religiöser Vereine erkundigt. Sie wollte auch wissen, ob es eine Risikoanalyse gebe und wie Missbräuche verhindert würden.
Die Auskünfte stellten Fiala nicht zufrieden. Mit einer Motion verlangt sie daher eine bessere Aufsicht. Um mehr Transparenz zu schaffen, sollen Stiftungszweck, Unabhängigkeitsvorschriften, der Beizug einer Revisionsstelle oder Transparenzvorschriften präzisiert werden. Ist dies nicht möglich, sollen kirchliche und religiöse Stiftungen unter staatliche Aufsicht gestellt werden.
Fiala verlangt auch, dass die Pflicht zur Eintragung ins Handelsregister konsequent durchgesetzt wird. Ihr Vorstoss hat im Nationalrat gute Chancen. Mitglieder von SVP, FDP und SP haben die Motion unterschrieben. Der Bundesrat will diese ebenfalls annehmen, wie er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort schreibt.