(sda) Nun brauche es eine "Wende zu Gunsten der Normalverdiener", fordert der St. Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform III. Die Steuerprivilegien für Unternehmen müssten abgeschafft werden, aber nicht auf dem Buckel dieser Leute.

Nach Ansicht des Gewerkschaftsbunds-Präsidenten hatte die Vorlage den Konstruktionsfehler, das sie die notwendige Beseitigung von Steuerprivilegien mit einer allgemeinen Steuersenkung verbunden hat. Dies wäre auf Kosten der Normalverdiener gegangen. "Das darf nicht sein", sagte Rechsteiner der Nachrichtenagentur sda.

Die Stimmenden hätten verstanden, dass die Vorlage jeden Haushalt 1000 Franken pro Jahr gekostet hätte. "Diese Botschaft ist für die Leute hinter dem Paragrafenwald gut zum Ausdruck gekommen."

Auf der anderen Seite nimmt der Zuger CVP-Ständerat Peter die Niederlage sportlich: "Das ist Demokratie", sagte er gegenüber Schweizer Fernsehen SRF. Das Volk habe das Vertrauen in diese Vorlage offenbar nicht gefunden.

Nun müsse man das Resultat genau an analysieren. Es brauche eine neue Vorlage. Hegglin zweifelte aber daran, dass eine solche so rasch ausgearbeitet werden kann, wie die Gegner sagen.