(sda) Die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK) hat die Beratungen zu umstrittenen Steuerprivilegien für Bauern auf Eis gelegt. Grund ist ein geplantes Rundschreiben der Eidgenössischen Steuerverwaltung, wie die WAK am Dienstag mitteilte.

Das Geschäft ist in der Differenzbereinigung zwischen National- und Ständerat. Zur Debatte steht, ob der Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken von der Bundessteuer befreit werden soll. Der Nationalrat befürwortet eine solche Massnahme, der Ständerat ist dagegen.

Die Gegner räumen ein, dass es zu Härtefällen kommen kann. Diese wollen sie aber anders angehen. Den Kantonen stünden Instrumente zur Verfügung, um Härtefällen zu begegnen, argumentierte die Wirtschaftskommission des Ständerates.

Zudem sei die Steuerverwaltung bereit, mittels eines Rundschreibens die Vereinheitlichung der Praxis bei der direkten Bundessteuer voranzutreiben und so einen Beitrag zur Minderung von Härtefällen zu leisten. Mit Blick auf dieses Rundschreiben hat die Wirtschaftskommission des Nationalrates nun beschlossen, die Vorlage vorerst auf Eis zu legen.